
Bariloche, eine Stadt in der argentinischen Provinz Río Negro in Patagonien. Bei winterlicher Kälte und Dauerregen kommen hier mehr als 60 Frauen aus verschiedenen Teilen von Puel Mapu und Gulumapu zusammen. Sie nehmen an dem Treffen „Territorium-Körper, Gerechtigkeit und Fürsorge – Allianzen in Zeiten der Bedrohung stärken“ teil. Organisiert wird das Vernetzungstreffen von der Confederación Mapuche de Neuquén, einer der wichtigsten politischen Vertretungen der Mapuche in der Provinz Neuquén, und von Zomó, einer Organisation von Mapuche-Frauen aus der Region Xawvnko.
Enteignung, Vertreibung und Kriminalisierung indigener Gemeinschaften haben in Argentinien eine lange Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts eroberte der argentinische Staat im Zuge der sogenannten „Eroberung der Wüste“ große Teile indigener Territorien in Patagonien. Heute erleben die Mapuche neue Formen von Landraub, Ausgrenzung und Kriminalisierung. Unter der Regierung von Javier Milei hat sich der politische Druck auf indigene Gemeinschaften weiter verschärft. Mapuche-Frauen sind dabei gleich mehrfach von Diskriminierung betroffen – als Frauen, als Indigene und aufgrund ihrer sozialen Stellung. Territorium bedeutet dabei mehr als Land. Für die Mapuche-Frauen umfasst es den Ort, an dem sie leben, ihre Gemeinschaft – und auch den eigenen Körper. In diesem Podcast geht es um die Bedrohungen dieser Territorien: um Selbstbestimmung und Gewalt, um Wasser und Land – und um die Folgen der Ausbeutung der Natur.
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Zur Angst und zum Schweigen kehren wir nie wieder zurück von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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