Zweiter Wahlgang: FARC rufen Waffenstillstand aus

kolumbien farc. Foto: Telesur(Venezuela, 09. Juni 2014, telesur).- Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC-EP (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo) haben am Montag, 9. Juni 2014 um 24.00 Uhr Ortszeit (05.00 GTM) einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen, der bis zum 30. Juni 2014 dauern soll. Grund dafür war der am 15. Juni 2014 stattgefundene zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahl. In einer am Freitag, 6. Juni 2014, veröffentlichten Meldung kündigte der Anführer der FARC, Kommandant Timoleón Jiménez, an, dass „alle Einheiten über die Unterbrechung von Offensivhandlungen gegen die gegnerischen Kräfte und die staatliche Infrastruktur innerhalb der festgelegten Zeit unterrichtet sind“.

Nach Meinung der Guerilla-Bewegung sind die Friedensgespräche, die momentan mit der kolumbianischen Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna stattfinden, der beste Weg, um dem bewaffneten Konflikt, der bereits mehr als ein halbes Jahrhundert andauert, ein Ende zu setzen. Im Text heißt es weiter, dass „wir aus diesem Grunde dem Land durch einen Vermittler unsere Entscheidung mitteilen möchten, anlässlich des zweiten Wahlganges der Präsidentschaftswahl abermals eine einseitige Waffenruhe auszurufen“. „Kolumbien kann durch den Frieden zu einem außergewöhnlichen Land werden – daher ist es der Mühe wert, dies in Betracht zu ziehen“, schließt der Text.

Seit den Friedensgesprächen haben die FARC sich zu vier einseitigen Waffenruhen verpflichtet: Die erste dauerte vom 20. November 2012 bis zum 20. Januar 2013 mit Rücksicht auf das Weihnachtsfest und die zweite vom 15. Dezember 2013 bis zum 15. Januar 2014 aus dem gleichen Grund.

In den Wahlen am 15. Juni 2014 hat sich der Kandidat der Partei der Nationalen Einheit und aktuelle Staatschef, Juan Manuel Santos, mit knapp 51 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Zuluaga durchgesetzt. Oscar Iván Zuluaga vom Demokratischen Zentrum ist wichtigster Verbündeter des Expräsidenten Álvaro Uribe (2002-2010) und erklärter Feind des Friedensprozesses.

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