Kleinbäuer*innen informieren sich über Öko-Landbau

Vielleicht ein Musterbeispiel für ökologischen Landbau, aber nicht für Ernährungsvielfalt: Obsthändler in Havanna. Foto: D. Ossami

(Oaxaca-Stadt, 27. Januar 2017, poonal).- Mitte Januar ist eine Gruppe mexikanischer Kleinbäuer*innen an Bord des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior nach Kuba gereist. Die Mitglieder der Gruppe stammen aus Maya-Gemeinden auf der Halbinsel Yucatán, welche ein Verbot der Aussaat von Gensoja gegen den Agrarmulti Monsanto erkämpft hatten. Auf Kuba wollten sich die mexikanischen Kleinbäuer*innen über neue Methoden des ökologischen Landbaus informieren. Zusammen mit traditionellen Anbautechniken sollen diese ihnen helfen sich weiterhin gegen Monsanto und die industrielle Nahrungsmittelproduktion zu behaupten.

Aleira Lara, Leiterin des Programms Landwirtschaft und Ernährung von Greenpeace Mexiko, beschreibt Kuba als ein Beispiel für den Erfolg des ökologischen Landbaus. Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach die industrielle Landwirtschaft auf der Karibikinsel fast völlig zusammen. Grund waren weggebrochene Absatzmärkte und fehlende Zulieferungen aus dem Ostblock. Kuba setzte darauf hin auf eine Umstrukturierung der Landwirtschaft. Die großen Zuckerrohr- und Zitrusfruchtplantagen wichen von Kleinbäuer*innen bestellten Äckern. Diese können sich nicht nur selbst versorgen, sondern liefern auch den Großteil des in den Städten konsumierten Obstes und Gemüses. Nebeneffekt der kubanischen Landwirtschaftspolitik: im Gegensatz zum Rest der Welt gibt es auf Kuba kaum Landflucht. Der Anteil junger Menschen die in ländlichen Gemeinden leben ist sogar höher als der in den Städten.

Im Gegensatz zu Kuba setzt die mexikanische Regierung unter Präsident Peña Nieto auf die Förderung der Agrarindustrie. Greenpeace zufolge hat das katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Landbevölkerung. Die industrielle Nahrungsmittelproduktion geht nämlich mit einem hohen Einsatz von Pflanzengiften einher.

 

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