
(Mexiko-Stadt, 13. April 2026, Desinformémonos).- Mehr als drei Jahre nach Amtsantritt von Gouverneur Salomón Jara Cruz warnen zivilgesellschaftliche Organisationen vor einer besorgniserregenden Menschenrechtslage in Oaxaca. Seit Beginn seiner Regierung wurden mindestens 33 Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet. Zudem nehmen Fälle des Verschwindenlassens zu, während Aktivist*innen und Journalist*innen zunehmend Risiken ausgesetzt sind.
Bei der Vorstellung der Kampagne „Proteger la Dignidad“ („Die Würde schützen“), initiiert vom Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen Espacio OSC, wurde betont, dass sich Gewalt nicht nur in direkten Angriffen zeigt. Vielmehr äußert sie sich auch in der Kriminalisierung, Stigmatisierung und gezielten Diskreditierung von Menschen, die sich für Rechte einsetzen.
Marcos Leyva Madrid, Direktor der NGO „Servicios para una Educación Alternativa“ (EDUCA), erklärte, die Landesregierung habe autoritäre Praktiken eingeführt. Dazu gehöre die systematische Diskreditierung sozialer Organisationen, was zu einer Entfremdung von der Zivilgesellschaft und einem feindlichen Umfeld für die Verteidigung der Menschenrechte geführt habe.
Die Organisationen wiesen darauf hin, dass sich Oaxaca zu einem der gefährlichsten Orte für Menschenrechtsverteidiger*innen entwickelt hat. Häufig beginnen Angriffe mit Verleumdungskampagnen, die darauf abzielen, Betroffenen ihre Legitimität abzusprechen – und sie damit noch stärker zu gefährden.
Oaxaca unter Cruz: Menschenrechtsverteidiger*innen in Lebensgefahr von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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