Dritte Mobilisierung in den USA gegen Trump erreicht Rekordwerte

„No Kings“ bedeutet: Niemand soll wie ein König über die USA herrschen. Die Protestierenden kritisieren Donald Trump für autoritäres Verhalten und sehen demokratische Rechte in Gefahr. Foto: User:EF5 via wikipedia, CC BY 2.0.

(Saint Paul/Mexiko-Stadt et al., 29. März 2026, Amerika21).-  Bei der landesweiten Mobilisierung No Kings sind am Samstag in allen 50 Bundesstaaten der USA Botschaften der Ablehnung und des Widerstands gegen die Regierung von Donald Trump zu sehen gewesen, darunter „Kriegsverbrechen decken keine Sexverbrechen“.

Das No Kings-Netzwerk schätzte, dass am dritten landesweiten Protest mindestens acht Millionen Personen teilnahmen. Das Netzwerk, das aus rund 500 Bürgerrechts-, Gewerkschafts- und Basisorganisationen besteht, organisierte somit den größten Protesttag in der Geschichte des Landes.

Die Demonstrationen blieben friedlich, die Aussagen waren dennoch klar: „Eine maskierte Geheimpolizei, die unsere Gemeinden terrorisiert. Ein illegaler, katastrophaler Krieg, der uns in Gefahr bringt und unsere Kosten in die Höhe treibt. Angriffe auf unsere Meinungsfreiheit, unsere Bürgerrechte, unser Wahlrecht. Kosten, die Familien an den Rand des Abgrunds treiben. Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen“, schreibt No Kings in seinem Aufruf. Doch die Macht liege „beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen“.

Die Hauptkundgebung fand in Minneapolis und Saint Paul in Minnesota statt. Die sogenannten Zwillingsstädte wurden als Zentrum ausgewählt, da sie das beste Beispiel für gewaltfreien zivilen Widerstand gegen den Angriff durch Bundeskräfte im Rahmen der von der Trump-Regierung durchgeführten Anti-Migrations-Operationen geboten hatten. Rund 200.000 Menschen hörten die Beiträge von lokalen Migrant*innen sowie von bekannten Stimmen der Opposition wie der US-Abgeordneten Ilhan Omar, die den Krieg im Iran sowie die Militäroperationen der USA in Venezuela und Ecuador kritisierte.

Der linke demokratische Senator Bernie Sanders kritisierte in Minnesota die Militarisierung im In- und Ausland und die Bereicherung des Trump-Umfelds. Er erklärte, er werde sich für eine Abstimmung im Senat über einen Gesetzentwurf einsetzen, der Waffenverkäufe im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar an das israelische Militär, „darunter Bomben und Bulldozer“, blockieren soll. Ferner betonte er, dass die amerikanischen Steuerzahler keine Regierung finanzieren sollten, die in Gaza Völkermord begangen habe.

Die historische Vietnam-Antikriegsaktivistin Jane Fonda verlas eine Grußbotschaft der Ehefrau von Renée Good, die von Bundesbeamten der ICE Anfang des Jahres erschossen wurde. Darin rief die Partnerin der Erschossenen zur Taktik der „radikalen Freundlichkeit“ auf, um der staatlichen Gewalt entschlossen, aber pazifistisch entgegenzutreten.

Auch in New York war der Andrang groß. Mit dabei diejenigen, die gerade erst aus Kuba zurückgekehrt waren, nachdem sie an einem Solidaritätskonvoi teilgenommen hatten, der Hilfsgüter für die Bevölkerung auf die Insel brachte, die unter der Verschärfung der Blockade durch die Trump-Regierung leidet.

In Mexiko-Stadt versammelten sich Teilnehmer*innen, darunter auch in Mexiko lebende US-Bürger*innen, zu einer Demonstration. Mit Parolen und Schildern sprachen sich die Teilnehmer*innen auf Spanisch und Englisch gegen Rassismus und Faschismus und für die Verteidigung von Migrant*innen gegen die ICE aus.

Die Mobilisierung soll „erst der Anfang unseres Kampfes“ sein, betonten die Aktivist*innen in den USA. Die Organisatoren rufen landesweit zu Foren, Treffen und Schulungsworkshops auf, um die nächsten Schritte zu erörtern und auszuarbeiten.

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