
Der extrem rechte José Antonio Kast hat die Präsidentschatswahl in Chile gewonnen und wird im März 2026 sein Amt antreten. In der Stichwahl am 14. Dezember erhielt er 58 Prozent der Stimmen, die linke Kandidatin Jeannette Jara erzielte 42 Prozent. Im Wahlkampf setzte er vor allem auf die Themen Sicherheit, Migration und Wirtschaftswachstum.
Kast ist Anhänger von General Augusto Pinochet, der 1973 gegen den Sozialisten Salvador Allende putschte und das Chile in einer 17 Jahre währende Diktatur führte. International ist Kast bestens mit der extremen Rechten vernetzt. Von 2022 bis 2024 war er Vorsitzender des erzkonservativen religiös geprägten Political Network for Values. Er spricht regelmäßig bei Veranstaltungen der Conservative Political Action Conference (CPAC), die aus dem Umfeld der US-Republikaner stammt, und bei Events der spanischen Rechtsaußenpartei VOX. Er orientiert sich an der Migrationspolitik der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.
Es bleibt abzuwarten, ob sich Kast gegen Gewaltenteilung und demokratische Institutionen in Chile oder gegen internationale Abkommen und Organisationen stellen wird, oder ob er diese beibehält und an dem seit Ende der Diktatur in Chile ohnehin gefestigten neoliberalen Status Quo Chiles anknüpft.
Sicherheitsdiskurs verhilft Kast zum Sieg bei Präsidentschaftswahl von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Schreibe einen Kommentar