Panama: Indígena-Radios veranstalten erstes Treffen

von comunicandonos

Community-Radios wollen sich vernetzen
Radio comunitaria / Bildquelle: comunicandonos.org

(Lima, 04. Januar 2016, servindi).- Wie auf der Webpräsenz der in El Salvador ansässigen Stiftung Comunicándonos zu lesen ist, war für den 16. und 17. Januar ein erstes Treffen von über 30 Vertreter*innen der selbstverwalteten Indígena-Radios und weiteren Indígena-Organisationen angesetzt. Geplant war der Aufbau eines zentralamerikanischen Netzwerks zur Stärkung und Sichtbarmachung ihrer täglichen Arbeit. Die Initiator*innen schließen sich damit den regionalen Demokratisierungsbestrebungen im Kommunikationsbereich an und bringen ihren speziellen Fokus auf die Bedürfnisse der Indígenas in die Bewegung ein.

Als Veranstaltungsort wurde die Insel Narganá ausgewählt, die sich im Distrikt Guna Yala an der Nordküste Panamas befindet. An der Organisation dieses ersten Treffens waren unter anderem die Verbände Cultural Survival, AMARC Centroamérica, Voces Indígenas en Panamá, die Asociación Sobrevivencia Cultural in Guatemala und die Stiftung Comunicándonos in El Salvador beteiligt. Diese setzen sich für die Einrichtung von Community-Radios von und für Indígenas ein, erklärt Teresita Orozco, Sprecherin der Regionalvertretung von Cultural Survival in Managua, Nicaragua. Ihr Ziel sei es, ein „zentralamerikanisches Netzwerk von Community-Radios in Indígena-Verwaltung zu etablieren“.

Das Treffen fand auch statt: Teilnehmer*innen des 1. Treffens der Indigenen Community-Radios aus Zentralamerika / Bildquelle: comunicandonos.orgDurch das Netzwerk sollen „kooperative Strukturen entstehen, die die gemeinsame Nutzung von Materialien und Technik und den Austausch über Best Practice und strategische Vorgehensweisen ermöglichen“. Das Netzwerk soll außerdem „die politische Unterstützung stärken und den Kampf der indigenen Völker um ihr Menschenrecht und ihre Rechte als Indígenas vorwärtsbringen und die Verteidigung ihrer Identität, ihrer Kultur und ihrer Rechte“ wirkungsvoller gestalten.

Die Sprecherin aus Nicaragua verwies außerdem auf die Bedeutung der Frauen in diesem Prozess. Besonders sie seien es, die derzeit mehr Gehör in öffentlichen Medien fordern und mit ihren Interessen und Bedürfnissen wahrgenommen werden wollen.

(Update der poonal-Redaktion: Das Treffen fand auch statt und einen Bericht davon (auf Spanisch) findet ihr hier).

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