Argentinien: Fünfter Jahrestag der Bewegung ‚Ni una menos‘

Foto: Lidia Barán/ANRed

(Montevideo, 4. Juni 2019, la diaria).- Tausende Menschen haben sich in Argentinien an der fünften Kundgebung von ‚Ni una menos‘ beteiligt. Die Bewegung mit dem Namen ‚Nicht eine (Frau) weniger‘ hat inzwischen sogar Einfluss bis nach Uruguay. „Welches Mädchen wird uns in 29 Stunden fehlen?“, „entschuldigen Sie die Störung, aber wir werden gerade umgebracht“ und „straffreie Abtreibung – jetzt!“ – das waren nur einige der Botschaften auf den Schildern, die Tausende von Frauen trugen, als sie durch verschiedene Städte Argentiniens zogen. Damit forderten sie unter anderem das Ende der geschlechtsbezogenen Gewalt und die Genehmigung der straffreien Abtreibung.

Während der Hauptveranstaltung in Buenos Aires wurde unweigerlich Bezug auf die Wahlen am 27. Oktober 2019 genommen. „Wer auch immer gewinnt – die Bewegung der Frauen muss weiterhin auf die Straße gehen, denn keine Regierung hat uns jemals etwas geschenkt“, so eine Mitteilung, die von mehreren Frauen verlesen wurde. „Die Forderung ‚Ni Una Menos‘ ist nicht erfüllt, solange auch nur eine Frau bei einer illegalen Abtreibung stirbt“, so eine andere Textstelle, in der auch Kritik an der Regierung laut wurde: „Wir verlangen ein höheres Budget zum Schutz der Frauen und lehnen Einschnitte ab“. Die Frauen fordern unter anderem „die Anerkennung der Betreuungstätigkeit und der unbezahlten Arbeit“, ebenso wie eine „Rente für Hausfrauen“. Zuletzt verlangten sie die „Ausrufung des Notstandes für die geschlechtsspezifische Gewalt“. Vorher war erwähnt worden, dass seit der ersten Kundgebung der Bewegung ‚Ni Una Menos‘ im Jahr 2015 fast 1.200 Frauen in Argentinien ermordet worden seien.

Eine Fotostrecke der Demonstration findet ihr hier.

CC BY-SA 4.0 Argentinien: Fünfter Jahrestag der Bewegung ‚Ni una menos‘ von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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