UNO – Indigenes Wissen essenziell für Bewältigung der Klimakrise

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Frauen des indigenen Autonomiegebietes Municipio Raqaypampa in Bolivien. Foto: Conaioc Bolivia via wikimedia, CC BY 2.0

(18. Juli 2023, educaoaxaca).- Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte forderte während einer Sitzung des UN-Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker (EMRIP) am 17. Juli 2023, dass die Diskriminierung und der Ausschluss der indigenen Gemeinschaften endlich beendet werde. Außerdem nahm er Bezug auf den Schutz ihrer Rechte und den Einbezug ihrer Meinungen als „essenziellen Bestandteil der Ausübung der Menschenrechte“.

Klimakrise, Enteignung, Diskriminierung und systematische Ausgrenzung

Während seiner Reisen zu Beginn dieses Jahres nach Kolumbien, Ecuador, Venezuela und Kenia, hatte Volker Türk sich mit Vertretern indigener Gemeinschaften getroffen. Bei diesen Treffen sprachen sie über die Auswirkungen der extraktiven Industrien auf die Umwelt und die Rechte der Indigenen, sowie die Enteignung ihres Landes und die Militarisierung ihrer Territorien.

„Sie haben mir von den Auswirkungen der Klimakrise berichtet. Über das Ausmaß und die Auswirkungen der Diskriminierung und der systematischen Ausgrenzung. Diese Menschenrechtsverletzungen müssen beendet werden“, sagte Türk.

Die Vereinten Nationen gehen von etwa 476 Millionen Personen aus, die weltweit zu den indigenen Gemeinschaften gezählt werden. Obwohl sie nur 6,2 % der Weltbevölkerung ausmachen, bilden sie 18,2 % der in Armut lebenden Bevölkerung weltweit ab, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Dies gehe auf die von ihnen erlebte Diskriminierung, Ausgrenzung, Enteignungen und Ausbeutung zurück.

„Das Wissen indigener Vorfahren hält viele Lehren für unsere moderne Welt bereit“

„Trotz dieser Widrigkeiten überleben sie und entwickeln sich mit großer Würde und Widerstandsfähigkeit – das Ergebnis der von Generation zu Generation gewonnenen Weisheit und Kenntnisse“, fügte Türk hinzu. „Das Wissen unserer Vorfahren, vor allem das unserer indigenen Vorfahren, hält viele Lehren für unsere moderne Welt bereit, während wir versuchen, die wachsenden Turbulenzen und die außergewöhnlichen Risiken unserer Zeit zu bewältigen“, sagte er weiter. Zudem hat der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte insbesondere auf die indigenen Frauen Bezug genommen. Er bezeichnete sie als Quellen der Weisheit, die das Wissen der vergangenen Generationen an die heutigen weitergeben.

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