
(Mexiko-Stadt, 14. April 2026, Desinformémonos).- Der Studierendenstreik an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM) dauert nach sechs Wochen Besetzung des Campus Chamilpa weiterhin an. Zuvor waren alle Versuche, mit den Universitätsbehörden in einen Dialog zu treten, gescheitert. Die Studierenden fordern wirksame Sicherheitsmaßnahmen – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Campus – sowie Gerechtigkeit für die unaufgeklärten Feminizide an Kimberly und Karol.
Die Proteste begannen am 2. März, nachdem Kimberly in der Nähe des Campus tot aufgefunden worden war. Sie war zuvor als vermisst gemeldet worden. Noch am selben Tag verschwand Karol, deren Leiche am 5. März ebenfalls gefunden wurde. Mehr als einen Monat nach den beiden Vorfällen sind die Ermittlungen kaum vorangekommen. Dies hat die Unzufriedenheit der Studierenden angesichts der Untätigkeit der Staatsanwaltschaft weiter verstärkt.
Im Rahmen von Gesprächen legten die Streikenden einen Forderungskatalog vor, der einen Sicherheitsplan für die Universität umfasst. Der Plan soll unter Mitwirkung der studentischen Gemeinschaft ausgearbeitet werden. Sie kritisieren jedoch, dass dieser zentrale Anspruch ignoriert wurde und das bestehende Sicherheitsmodell angesichts der Gewalt, unter der die Universität leidet, völlig unzureichend sei.
Der Campus Chamilpa bleibt weiterhin besetzt, ohne dass ein klarer Lösungsweg für die studentischen Forderungen erkennbar wäre. Gleichzeitig unterstreicht die Anwesenheit von Sicherheitskräften in der Umgebung die anhaltende Spannung an der Universität.
UAEM-Streik: Protest gegen Feminizide und für Campus-Sicherheit von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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