Blutbad in Peru

Am Freitag den 5. Juni räumten Spezialeinheiten der peruanischen Polizei gewaltsam eine seit Wochen blockierte Verbindungsstrasse im Norden des Landes. Bei dem massiven Einsatz von Hubschraubern, Tränengas und Schusswaffen starben Dutzende Menschen. Ein Ausnahmezustand verhindert, dass Informationen über die Anzahl der Toten nach aussen dringen.

Vorausgegangen waren zwei Monate friedlicher Proteste von indigenen Gruppen. Sie fordern die Rücknahme einer Reihe von Dekreten, die es Firmen ermöglicht Öl, Erdgas und Holz in großen Teilen des Regenwaldes auszubeuten.

Vieles deutet darauf hin, dass die Polizei das Feuer eröffnet hat, doch auch Polizisten starben. Für die Regierung unter Alan Garcia ist deshalb der Indigenen-Vorsitzende Alberto Pizango Staatsfeind Nummer eins. Er flüchtete in die nikaraguanische Botschaft und erhielt inzwischen politisches Asyl. Wie es mit dem Kampf der Indigenen um ihre Lebensgrundlage weiter geht, ist jedoch unklar.

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