Xstrata


Peru, einer der jüngsten Konflikte. Foto: Servindi/peruenconflicto.blogspot.pe
Peru
Fokus: Menschenrechte 2015

Die 50 Todesopfer von Präsident Humala

von Jean Chicana (Lima, 01. Oktober 2015, servindi).- Es bleibt alarmierend, wie mangelhaft die Regierung des peruanischen Präsidenten Ollanta Humala handelt, wenn es darum geht, die sozialen Konflikte im Land zu verhindern, zu kontrollieren und zu lösen. Diese Ineffizienz lässt sich auch an der Zahl der Verstorbenen ablesen, die bei sozialen Konflikten in verschiedenen Landesteilen zu beklagen sind: Seit dem Beginn der Amtszeit Humalas am 28. Juli 2011 bis heute handelt es sich bereits um 50 zivile Todesopfer. Dazu zählen die letzten vier Opfer, die ihr Leben in Apurímac verloren haben, als sie gegen das Kupferabbauprojekt Las Bambas protestiert hatten. Auch hier steht eine Lösung der Forderungen der Zivilgesellschaft noch aus. […]


Argentinien Brasilien Kolumbien Lateinamerika Mexiko Peru Uruguay

onda-info 353

Hallo und Willkommen zum onda-info 353! In der argentinischen Provinz Catamarca wurde Anfang des Jahres ein neues Minenprojekt beschlossen. Seit dem gibt es massive Proteste. Onda war vor Ort; wir interviewten dort Nimesio Aguirre. Seit Jahren kämpft er gegen den Minenabbau und für die Rechte indigener Gruppen. Die Musik, die ihr in diesem Beitrag hört, hat er selber geschrieben.   Weltweit sind46  […]


brasilien belo sun. Grafik: adital
Brasilien

Pará droht größtes Goldbergbauprojekt des Landes

von Instituto Humanitas Unisinos (IHU) (Fortaleza, 17. Dezember 2013, adital).- Dem nordbrasilianischen Bundesstaat Pará drohen weitere erhebliche Umweltbelastungen infolge eines Goldbauprojektes im Tagebau, welches das größte im Land wäre. Der auf das Amazonasgebiet spezialisierte Sozialwissenschaftler Rogério Almeida spricht im Interview mit IHU über den Bergbau im Bundesstaat Pará. Almeida lehrt an der Faculdade de Tecnologia da Amazônia in Belém, der Hauptstadt von Pará. […]


Foto: Agencia Medio a Medio
Europa Kolumbien

Kohlemine bedroht Existenz des indigenen Volkes Wayúu

(Concepción, 06. August 2012, medio a medio-poonal).- Die Kohlemine Cerrejón, der „Schwarze Tod“, gelegen auf der Halbinsel La Guajira im Norden Kolumbiens, ist nicht nur die größte Tagebaumine der Welt. Sie hat auch das indigene Volk der Wayúu an den Rand des Aussterbens gebracht. Die Kohlestaubwolke der multinationalen Unternehmen, das Ablassen der Säure und die Dynamitrückstände im Fluss Ranchería haben Todesfälle, genetische Veränderungen, blutigen Durchfall, ernste Atemwegserkrankungen sowie Fehlgeburten bei Tieren verursacht. Insgesamt wurden mehr als 800 Krankheitsfälle festgestellt. […]


Widerstand gegen das Projekt Conga / Foto-Jorge Olivera, Servindi-
Peru

Das tödliche Vorgehen der Regierung Humala

von Wilfredo Ardito Vega* (Fortaleza, 09. Juli 2012, adital).- Tausende von Menschen in und außerhalb von Peru waren erschüttert über das Video, in dem Marco Arana auf der Plaza de Armas in Cajamarca festgehalten und brutal geschlagen wird. Nicht ohne Grund haben sich viele gefragt: Wenn die Polizei an einem öffentlichen Ort, vor den Fernsehkamaras und gegen eine Person, die im Ausland Auszeichnungen erhalten hat, so handelt – was würde sie dann mit jenen tun, die weniger bekannt sind? Und wie verhält sie sich, wenn keine Presse in der Nähe ist? […]


Verletzter Demonstrant wird in Bagua abgeführt / powless, CC BY 2.0, flickr
Peru

Drei Jahre nach dem Baguazo: Hat der Staat gelernt, soziale Konflikte zu lösen?

(Lima, 08. Juni 2012, servindi-poonal).- Am 5. Juni 2009 wurden indigene Proteste von der Regierung Alan García brutal niedergeschlagen. Die Räumung der Straßenblockaden von Bagua hinterließ einen Saldo von 33 Toten und einer Verschwundenen, darunter Sicherheitskräfte und Zivilist*innen. Welche Lektionen und Mechanismen des Dialogs haben unsere Regierungsvertreter*innen seit jenem schicksalhaften Datum gelernt? […]


Lateinamerika

Die Schäden durch transnationale Konzerne

von Hedelberto López Blanch (Lima, 19. April 2012, servindi).- Seit Jahrzehnten haben die transnationalen Konzerne mit Unterstützung der Regierungen der Länder, in denen ihre Hauptsitze liegen (Vereinigte Staaten, Europa, Asien und ebenso Weltbank und der Internationale Währungsfond IWF), die Zerstörung der Umwelt, die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die Verletzung der Menschenrechte der Völker Lateinamerikas vorangetrieben mit ihrer Gier nach großen Profiten. Diese Verhältnisse sind ermöglicht worden durch die Kontrolle, die die Vereinigten Staaten durch das 20. Jahrhundert hindurch über die Regierungen der Region ausübten, die riesige Ländereien abtraten (einige tun dies noch heute), Steuerbefreiungen genehmigten, Bergbau und die Ausbeutung von Wasser und der biologischer Vielfalt gewährten. Gleichzeitig verschlimmerten sich die Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung und den Arbeitskräften in der Region wurde kein Schutz gewährt. […]


Foto: Stephanie Boyd
Lateinamerika Peru

Den Bergbau fest im Blick

von Stephanie Boyd, Cuzco (Berlin, 26. November 2011, lateinamerikanachrichten).- Nach den Wahlen in Peru, aus denen der linksnationalistische Ollanta Humala als Sieger hervorgegangen ist, sind die Erwartungen auf dem Land hoch. Von dort bekam er den Großteil seiner Stimmen und die Bewohner*innen erwarten, dass er sich wie im Wahlkampf versprochen für ihre Rechte einsetzt und diese gegen Großkonzerne verteidigt. In Asacasi, einem kleinen Dorf, dessen Lebensgrundlage durch ein Kupferbergbauprojekt bedroht ist, treffen die Anwohner*innen die ersten präventiven Maßnahmen um sich gegen den schweizerischen Konzern Xstrata zu wehren. […]


Kolumbien

Kohle – Konsortium contra AfrokolumbianerIinnen und Indígenas

von Susan Abad(Lima, 21. Juli 2008, noticias aliadas).- El Cerrejón – ein Zusammenschluss des australischen Konzerns BHP Billiton, der britischen Anglo American und des Schweizer Bergbauunternehmens Xstrata – ist laut Alirio Uribe „die größte Mine, die im Übertagebau Kohle fördert. Sie verschlingt buchstäblich Dutzende afrokolumbianische und indigene Gemeinden und verletzt dadurch ihre Rechte“. Uribe ist Mitglied des Rechtsanwaltskollektivs José Alvear Restrepo, das gemeinsam mit dem unabhängigen Anwalt Armando Pérez die rechtliche Vertretung der betroffenen Kommunen übernommen hat. […]