El Salvador

Zwei FMLN-Aktivist*innen ermordet


(Fortaleza, 12. Januar 2009, adital).- Kurz vor den Parlamentswahlen in El Salvador, die am 18. Januar stattfinden, hat die in Partei transformierte Befreiungsbewegung Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN) bekannt gegeben, dass zwei ihrer Parteimitglieder im Departement Morazán, im Nordosten des Landes, ermordet wurden.

Delfo Romero und Maximino Rodríguez seien am 9. Januar auf „barbarische Art und Weise“ in ihrem Haus ermordet worden. Bisher stellten Polizei und Staatsanwaltschaft den Mord als Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen „Maras“, Banden, dar. Die FMLN drang jedoch darauf, die Morde eingehend zu untersuchen, bevor man ein politisches Motiv ausschließe.

Der Wahlkampf in El Salvador, im März finden Präsidentschaftswahlen statt, wurde von zahlreichen Klagen diverser politischer Parteien über Attentate und Angriffe auf ihre Aktivist*innen begleitet.

CC BY-SA 4.0 Zwei FMLN-Aktivist*innen ermordet von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

2016: Zwischen Januar und Juli bereits 25 Journalist*innen ermordet Von Ernesto Carmona, Ciap-Felap*(Santiago, 2. August 2016, agenciadenoticias).- Nach den Statistiken der lateinamerikanischen Journalist*innenvereinigung CIAP-FELAP wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 25 Journalist*innen und Pressemitarbeiter*innen getötet: zehn in Mexiko sowie ein weiterer mexikanischer Journalist, der auf US-amerikanischem Boden ermordet wurde. Dazu kamen fünf in Guatemala, vier in Honduras, drei in Brasilien, einer in El Salvador sow...
Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet (Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Ni...
UNO fordert Aufklärung der Morde an Indigenen (Caracas, 9. Juni 2016, telesur).- Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die kolumbianische Regierung aufgefordert, den Tod von drei Indigenen aufzuklären, die seit dem Beginn der landesweiten Streikaktion Minga Agraria am 30. Mai ums Leben gekommen sind. “Diese Vorfälle müssen von den Justizbehörden vollständig aufgeklärt werden; wir bieten dabei unsere volle Unterstützung an. Es müssen alle Vorkehrungen getroffen werden, um zu vermeiden, dass sich solche Sit...
Der Aufstand der Vergessenen – Costa Ricas Indigene wehren sich gegen Großgrundbesitzer*innen Von Markus Plate, San José(San José, 29. April 2016, voces nuestras-npl).- Fünf Stunden Busfahrt sind es von Costa Ricas Hauptstadt San José bis nach Cabagra. Zunächst die Küstenkordilleren hinauf zum Cerro de la Muerte, dann hinunter auf die Pazifikseite und weiter Richtung Panama. Später, in der kleinen Provinzhauptstadt Buenos Aires, dem Flusslauf folgend die Berge hinauf, zunächst noch auf Asphalt, dann nur noch auf Schotterpisten und Flussquerungen über Hängeb...
Wir dokumentieren: Offener Brief an Bundespräsident Gauck und Bundeskanzlerin Merkel Von der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko(Stuttgart/Berlin, 8. April 2016).- Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, am 11. und 12. April treffen Sie den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto in Berlin. Wir möchten Sie bitten, das Thema Menschenrechtsverletzungen in Mexiko dabei klar anzusprechen. Denn die Menschenrechtskrise in Mexiko hat katastrophale Ausmaße angenommen.Laut amtlichen Zahlen ist der Verbleib von rund 2...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *