Nicaragua

Sängerinnen starten Kampagne für Frauenrechte: „Todas juntas, todas libres“


Foto: Cortesia de Silvio Balladares / la brujula(Mexiko-Stadt, 25. Februar 2011, cimac).- Frauenorganisationen haben gemeinsam mit den drei Sängerinnen Gabriele Baca, Elsa Basil und Clara Grün die Kampagne “Todas juntas, todas libres” (Alle gemeinsam, Freiheit für alle) gestartet. Damit wollen sie Frauenrechte stärken und einfordern, heißt es auf der Internetseite des Feministischen Internationalen Radios FIRE (Radio Internacional Feminista), die ebenfalls Mitorganisator*innen der Kampagne sind.

Die Kampagne fordert für Frauen die Freiheit, selbst zu entscheiden, zu wählen, auszusuchen, mit Würde ausgewählt zu werden und in Würde zu leben, so FIRE.

Kampagne tourt mit Konzerten durch Nicaragua

„Das Leben von Frauen soll frei sein von Misshandlung, Autoritarismus, HIV, Ausbeutung, Müttersterblichkeit, Diskriminierung, Arbeitslosigkeit, Feminizid, Rassismus, Ignoranz, Rassismus, Menschenhandel, Sextourismus, ungewollten Schwangerschaften, Gewalt, Straffreiheit, Vergewaltigung und allen Menschenrechtsverletzungen, die Frauen erdulden müssen“, so Forderung und Vision der Organisatorinnen.

Die Sängerinnen haben ein Lied und ein Video mit dem Kampagnentitel aufgenommen. Ab dem 6. März beginnt im Rahmen der Kampagne eine Konzertreise durch das ganze Land, die in der Hauptstadt Managua beginnt.

Mehr als 30 Organisationen tragen die Aktion mit

Mitte Februar hatten sich bereits mehr als 30 Organisationen aus Nicaragua der Kampagne angeschlossen, “und täglich werden es mehr”, berichtet Radio FIRE in Internet.

Sowohl lokale Gruppen aus verschiedenen Regionen des Landes, als auch landesweit agierende Organisationen wie das Frauennetzwerk gegen Gewalt (Red de Mujeres contra la Violencia), die Frauenbewegung María Elena Cuadra (Movimiento de Mujeres María Elena Cuadra), die Autonome Frauenbewegung MAM (Momimiento Autónomo de Mujeres), das Frauenkomitee der Gewerkschaften, das Frauenkomitee der Kooperativen oder auch die Frauen des Schriftstellerinnenverbandes von Nicaragua tragen die Kampagne mit. International wird die Aktion auch von der Campaña 28 de Septiembre und den Katholikinnen für das Recht auf Selbstbestimmung (las Católicas por el Derecho a Decidir) unterstützt.
 

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