Costa Rica

Menschenrechtskommission gegen Gleichstellung homosexueller Paare


MOVIMIENTO DIVERSIDAD logo(Buenos Aires, 07. Juni 2012, púlsar-poonal-telesur).- Ein von sozialen Organisationen eingebrachter Gesetzesvorschlag für die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare ist von der Menschenrechtskommission des Kongresses abgelehnt worden. Der Vorschlag sah die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften in der Sozialversicherung, bei Erbschaften und Renten vor. Die Kommission legt den Vorschlag mit vier Gegenstimmen und zwei Ja-Stimmen zu den Archiven.Aktivist*innen und auch Abgeordnete kritisierten die Entscheidung der Menschenrechtskommission.

Verbände der homosexuellen Community in Costa Rica drohten damit, angesichts der vorliegenden Entscheidung das Land vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) zu verklagen).

Die Abgeordneten werden nun in den kommenden Tagen entscheiden, ob diese Initiative weiter verfolgt werden soll oder nicht.

Ein Entwurf, der eine Ausweitung des Familienrechts auf unverheiratete Partner*innen vorsieht, wird momentan von der Kommission für Rechtsfragen des Nationalkongresses geprüft. Auch diese Initiative könnte, sollte sie abgelehnt werden, vor der CIDH landen.

Für den 16. Juni haben Organisationen und Aktivist*innen Demonstration in der Hauptstadt San José eine Demonstration für die Rechte der homosexuellen Community in Costa Rica angekündigt.

CC BY-SA 4.0 Menschenrechtskommission gegen Gleichstellung homosexueller Paare von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Nach dem Friedenschluss: Menschenrechtslage für Aktivist*innen hat sich verschlechtert
24
Seit dem 24. November 2016 herrscht endlich Frieden in Kolumbien! Zumindest wird das der internationalen Öffentlichkeit so dargestellt, denn die kolumbianische Regierung und die größte kolumbianische Rebellenorganisation FARC haben an jenem Tag einen historischen Friedensvertrag unterschrieben. Tatsächlich ist seitdem die Zahl der bewaffneten Konflikte in dem Land zurückgegangen. Allerdings gilt das nicht für soziale Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen. Seit...
Broschüre: Land, Kultur, Autonomie- Die indigene Bewegung im Cauca
19
„Land, Kultur, Autonomie, die indigene Bewegung im Cauca“ so heisst die im Januar 2019 vom Kollektiv Zwischenzeit herausgegebene Broschüre zu Kolumbien. In 22 Artikeln wird die emanzipatorische Bewegung der indigenen Gemeinschaften im Cauca im Südwesten Kolumbiens so eindringlich dargestellt, dass ich als Leser*in selbst das Gefühl habe vor Ort zu sein. In vielen Interviews kommen Sprecher*innen der indigenen Gemeinden zu Wort, über die Kämpfe gegen die Multis, die Rolle der ...
onda-info 453
67
Hallo und Willkommen zum onda-info 453! Zunächst nach El Salvador: Ihr erhaltet ihr einen kurzen Überblick über die Präsidentschaftswahlen und den zukünftigen, etwas konturlosen Präsidenten Nayib Bukele. „Land, Kultur, Autonomie, die indigene Bewegung im Cauca“ heißt die im Januar 2019 vom Kollektiv Zwischenzeit herausgegebene Broschüre zu Kolumbien. In 22 Artikeln wird die emanzipatorische Bewegung der indigenen Gemeinschaften im Cauca im Südwesten Kolumbiens so eindri...
Ley Antiterrorista en Chile – Radio Matraca. Entrevista con la abogada mapuche Natividad LLanquileo
98
Ley Antiterrorista en Chile - Radio Matraca. Entrevista con la abogada mapuche Natividad LLanquileo Invitada a varias charlas en Europa, la abogada y activista Natividad LLanquileo trajo la denuncia de la criminalización, persecución y - especialmente en los últimos meses - del asesinato de referentes políticos mapuches en Chile. En este marco, habla sobre la Ley Antiterrorista y su uso como herramienta legal de represión. Tratando de comprender cómo crear nuevas al...
Brasilien: Politiker verlässt wegen Morddrohungen das Land
75
(São Paulo, 24. Januar 2019, Brasil de Fato).- Nachdem in den Untersuchungen zum Mord an Marielle Franco Verbindungen in die Kreise des Präsidenten Bolsonaro hergestellt werden konnten, kündigte der Bundesabgeordnete Jean Wyllys die Niederlegung seines Amts an und beschloss, das Land zu verlassen: „Ich will auf mich aufpassen und am Leben bleiben“. Bereits drei Mal wurde Jean Wyllys für die Partei für Sozialismus und Freiheit PSOL (Partido Socialismo e Liberdade) in Rio de J...