Kolumbien

Kolumbianischer Staat der Ermordung des Journalisten Garzón schuldig gesprochen


Wandbild in Erinnerung an Jaime Garzon / Foto: univalle-de-remux, CC0 1.0

Wandbild in Erinnerung an Jaime Garzon / Foto: univalle-de-remux, CC0 1.0

(Lima, 29. September 2016, noticias aliadas).- Der Staatsrat von Kolumbien – die höchste Gerichtsbarkeit in Kolumbien für Prozesse, in welche der Staat involviert ist – hat die besondere Verantwortung des Staates, in Form des Ministeriums für Verteidigung, Streitkräfte und Nationalpolizei, für den Mord am Journalisten Jaime Garzón am 13. August 1999 festgestellt.

Dem am 14. September 2016 veröffentlichten Urteil zufolge haben der ehemalige stellvertretende Direktor der geheimdienstlichen Verwaltungsabteilung für Sicherheit DAS (Departamento Administrativo de Seguridad), José Miguel Narváez, und der ehemalige Geheimdienst-Chef der 13. Heeresbrigade, der Oberst a. D. Jorge Eliécer Plazas Acevedo, Informationen mit dem paramilitärischen Anführer Carlos Castaño ausgetauscht und diesem nahegelegt, für die Ermordung von Garzón zu sorgen, da dieser ein „Guerilla-Kollaborateur“ sei.

Das Tribunal ordnete die Zahlung einer Entschädigung für die Angehörigen von Garzón sowie eine Entschuldigung von Seiten der obersten Dienstherren von Streitkräften und Polizei für den Fall an.

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