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Dem Fortschrittsmärchen die Show stehlen
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von Nils Brock (Berlin, 07. September 2015, npl).- Im peruanischen Regenwald, nahe der brasilianisch-kolumbianischen Grenze, wird derzeit der Widerstand geprobt. In der Hauptrolle: die Cocama-Indigenas, die sich gegen die zunehmende Kanalisierung des Marañon-Flusses im Rahmen des Infrastrukturprojekts IIRSA zur Wehr setzen. IIRSA, das ist ein markliberaler Masterplan, um die Infrastruktur Südamerikas für Extraktivismus und Monokultur zu optimieren. Gegenstimmen finden oft ke...
Größenwahn auf südamerikanisch – die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas (IIRSA)
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von Eva Völpel(Berlin, 19. November 2009, npl).- Im August 2000 einigten sich in Brasília die Staatschefs der 12 südamerikanischen Länder auf ein neues Infrastrukturvorhaben zur regionalen Integration Südamerikas, kurz: IIRSA (Iniciativa para la Integración de la Infraestructura Regional Suramericana). IIRSA ist, man kann es nicht anders sagen, ein Megaprojekt gigantischen Ausmaßes: Von Nord nach Süd und Ost nach West sollen zwölf sogenannte Infrastruktur– und Entwicklu...
Peruanischer Expräsident Toledo in den USA verhaftet
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(Washington, 17. Juli 2019, democracy now).- Der peruanische Expräsident Alejandro Toledo ist am 16. Juli im US-Bundesstaat Kalifornien verhaftet worden. Gegen ihn liegt ein Auslieferungsantrag vor, weil er in Peru wegen Korruption angeklagt ist. Der Expräsident soll von dem brasilianischen Bauunternehmen Odebrecht 20 Millionen Dollar erhalten haben, um dem Unternehmen im Gegenzug öffentliche Bauaufträge zu gewähren. Toledo, der Peru von 2001 bis 2006 regiert hatte, hat die V...
Indigene Völker und Wohlfahrtsprogramme
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(Mexiko-Stadt, 28. Juni 2019, La Jornada).- Am 18. Juni sprach Präsident López Obrador über die Unterstützung seiner Regierung für die Kultur. Kultur definiert er in seiner reduzierten Sichtweise als das, was mit der einfachen Bevölkerung zu tun hat. Er versicherte: „Nie zuvor haben die autochthonen Völker, die Mitglieder unserer Kulturen, soviel Aufmerksamkeit wie jetzt erfahren.“ Die vorrangige Zielgruppe der Sozialprogramme seien die indigenen Völker. Genau dieses Konzept...
Erzbischof: Bolsonaro ist „ein widerlicher Typ“
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(Lima, 27. Juni 2019, comunicaciones aliadas).- Sérgio Eduardo Castriani, der Erzbischof von Manaus, ist ein guter Kenner des Amazonasgebiets und der hier stattfindenden Konflikte. Viele Jahre arbeitete er im Bundesstaat Acre im äußersten Westen Brasiliens mit dem indigenen Volk der Asháninka zusammen. Auch danach hatte er mit verschiedenen indigenen Völkern zu tun. 2012 kam er in die Zwei-Millionen-Metropole Manaus, die rasant wachsende Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas....