Lateinamerika

CEPAL: Fast 50 Prozent der weiblichen Arbeitskräfte in Lateinamerika arbeiten ohne soziale Absicherung


Wohl eher ohne Sozialversicherung und Altersrente: Gemüsehändlerin auf dem Markt in Chichicastenango, Guatemala / Foto: GuillenPerez, CC BY-ND 2.0, flickr(Lima, 03. Dezember 2014, noticias aliadas-poonal).- Fast 50 Prozent der arbeitenden Frauen in Lateinamerika haben Jobs in denen die Produktivität gering ist und die nur eine unzureichende sozialrechtliche Absicherung bieten, wie etwa die Arbeit als Hausangestellte, Selbständige oder in Kleinbetrieben, die weniger als fünf Mitarbeitende haben. Dies geht aus einem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) hervor, die von der Kommission am 18. November veröffentlicht wurde.

Der Bericht evaluiert die Gender-Politiken der Region anlässlich des 20. Jahrestages der 4. UN-Weltfrauenkonferenz von Peking, auf der sich 189 Staaten unter Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen sich zur Erfüllung eines Forderungskatalogs verpflichtet hatten. Um die Umsetzung dieser Vorhaben zu überwachen, rief die UNO anschließend eine „Abteilung zur Förderung der Frau“ ins Leben.

Der CEPAL-Bericht kommt jedoch zu dem Schluss, dass „die öffentlichen Politiken weder vermocht haben, den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt zu verbessern noch den Verbleib von Frauen im Arbeitsmarkt so lange zu sichern, wie sie arbeitsfähig sind. Daraus ergibt sich eine eindeutige Benachteiligung gegenüber Männern wenn es um die Arbeitsbiographie und den Zugang zu Lohnzahlungen in gleicher Höhe wie bei den männlichen Arbeitskräften geht. Auch bezüglich der Ansprüche auf eine Rentenzahlung, um im Alter unabhängig zu sein und in Würde leben zu können, sind Frauen benachteiligt.“

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