Die Veranstaltung im Detail:
Titel: „Die Rechte Indigener Völker schützen!“ – Anspruch und Wirklichkeit der ILO 169: Erfahrungen aus Brasilien und die Verantwortung Deutschlands
- Datum: Donnerstag, 12. November 2026, 18:00–20:30 Uhr
- Ort: ECCHR, Zossener Str. 57, 10961 Berlin – Aufgang D, Cafeteria im Untergeschoss (U7 Gneisenaustr. / U6 Hallesches Tor)
- Sprache: Portugiesisch-Deutsch mit Simultandolmetschung
- Eintritt: frei, ohne Anmeldung
- Auftakt: Weltpremiere des brasilianischen Dokumentarfilms „Ser. Eis a questão“ (Brasilien 2026, 30 Min., OmdU)
Zum Inhalt: Im Mittelpunkt steht die ILO-Konvention 169 – das einzige völkerrechtlich bindende Abkommen zum umfassenden Schutz der Rechte Indigener Völker (Brasilien: Ratifizierung 2002, Deutschland: 2021). Unsere Gäste aus Brasilien berichten über die Umsetzung in der Praxis und ihre Erfahrungen mit Großprojekten wie Staudämmen, Rechenzentren oder dem Ausbau von Wasserstraßen. Ein zentrales Thema ist die freie, vorherige und informierte Konsultation (FPIC).
Auf dem Podium:
- Maria Eliete Juruna (Führungsperson des Volkes der Juruna (Yudjá), TI Paquiçamba, Pará)
- Letícia Abreu (Instituto Terramar)
- Larissa Vieira (Cáritas Brasileira)
- Flávio Machado (Cimi)
- Jan Königshausen (GfbV)
- Moderation: Verena Glass (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro São Paulo)
Zusätzlich anwesend – weitere indigene Führungspersönlichkeiten und Vertreter:innen traditioneller Gemeinschaften aus Brasilien:
- Luíza Cassupá – junge indigene Führungspersönlichkeit des Volkes der Cassupá aus Rondônia; Koordinatorin der Bewegung der indigenen Jugend von Rondônia und Sekretärin der OPCIS; studiert Rechtswissenschaften und engagiert sich im Bereich der indigenen Schulbildung.
- José Roberto Silva – engagiert sich für die Rechte der Fluss- und Fischereigemeinschaften und den Schutz ihrer Lebensgrundlagen in der Region Foz de Tapauá (Amazonas); Vorsitzender der Vereinigung der Gemeinschaftsmitglieder des Fischereiabkommens (ACCAP) und ehrenamtlicher Umweltbeauftragter des Umweltstaatssekretariats des Bundesstaates Amazonas (SEMA).
- Inai’Ury Carneiro Pompeu Lisboa – indigene Führungskraft des Volkes Tentehar Guajajara; Koordinatorin der Indigenenjugend Tupi-Jê von Maranhão (COJUIMA), Koordinatorin des Sekretariats der COAPIMA und stellvertretende Sekretärin der COIAB.
- Bráulio Armoa Kaiowá – Führungspersönlichkeit der Kaiowá- und Guarani-Völker aus Mato Grosso do Sul; Mitglied des Rates der Aty Guasu Guarani und Kaiowá; setzt sich seit vielen Jahren für die Verteidigung traditioneller Territorien und die Rechte seines Volkes ein und beteiligt sich aktiv an nationalen und internationalen Advocacy-Aktivitäten (u. a. COP30 in Belém).
Event „Die Rechte Indigener Völker schützen!“ am 12.11.2026 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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