Alternative Presse ist für die Machthabenden ein Ärgernis

Zu dem Treffen kam auch Tania Pariona, ehemalige Kongressabgeordnete und Geschäftsführerin der Nationalen Koordinierungsstelle für Menschenrechte.
Foto: prensa.taniapariona via flickr
CC BY-NC-SA 2.0

(Lima, 13. Oktober 2026, pressenza).- Journalist*innen aus Lima und den Provinzen Perus kritisierten die Kriminalisierung, der sie bei der Ausübung ihres Berufs ausgesetzt sind. Sie trafen sich im Rahmen des Forums „Medienkonzentration und Kriminalisierung der alternativen Presse“ auf Einladung von Senator Humberto Morales von der Fraktion „Juntos por el Perú“ (JP). Auch die Senator*innen Ruth Luque und Iber Maravi sowie Tania Pariona, ehemalige Kongressabgeordnete und Geschäftsführerin der Nationalen Koordinierungsstelle für Menschenrechte (CNDDHH), nahmen an dem Treffen teil.

„Wir sind der Macht ein großer Dorn im Auge“

Jesica Rosario von der Nachrichtenplattform Cuscoenportada berichtete, dass „wir in der Praxis vor Gericht stehen und uns verteidigen und auf eigene Kosten Anwälte beauftragen müssen. Das passiert gerade mit allen Medien (…). Deshalb bitte ich Sie, Herr Senator, dass dies nicht nur ein Protokoll bleibt, sondern dass konkrete Maßnahmen für ein Unterstützungsnetzwerk ergriffen werden. Wir sind auch Zielscheibe von Hackern, weil wir der Macht ein großer Dorn im Auge sind. Wir brauchen auch technische Unterstützung, um uns und unsere unabhängigen Medien zu schützen. Um diese Bastion des Journalismus zu schützen.“

„Es mangelt an Schutz für die Aufgabe der Berichterstattung“

Der Journalist Miguel Angel von „Conexión Directa“ bedankte sich für die Einladung und betonte: „Das Volk wollte schon immer seine Meinung äußern, aber jetzt verfügt es über Kanäle, die es früher nicht gab. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer Zeit mit ganz besonderen Herausforderungen leben. Die alternative Presse hat es schwer, denn es mangelt an Schutz für die Aufgabe der Berichterstattung. Kommunikation ist wichtig, heute haben alle die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern, und wir alternativen Journalist*innen greifen die Stimmung in der Bevölkerung auf. Das ist ein Informationskapital, das nicht verloren gehen darf.“

Zum Abschluss der Veranstaltung wies Senator Humberto Morales auf die Möglichkeit einer Gesetzesinitiative unter Beteiligung der Journalist*innen hin und erklärte: „Unser Volk muss die Wahrheit erfahren – eine Wahrheit, die manchmal nur unvollständig dargestellt wird oder durch eine Erzählung konstruiert wird, die nicht der Realität entspricht; das ist eine Verfälschung der Wahrheit. Wir brauchen Journalist*innen wie Sie, um Dinge Frage zu stellen und über Vorfälle zu berichten, die die Demokratie untergraben – nicht nur für diejenigen, der diese Realität schaffen, sondern auch für diejenigen, die zuhören und dann handeln, denn es sind solche Vorfälle, die uns in die Gewalt führen.“

 

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