
Die Region in Chiapas ist durchdrungen von Gewalt gegen organisierte Gemeinden und einer Art „neuer Kriege“ wie die Anthropologin Rita Segato es bezeichnet. Diese neuen Kriege spielen sich nicht zwischen Nationalstaaten ab, sondern ihre Hauptakteure sind organisierte Kriminalität, parastaatliche Gruppen, staatliche Institutionen und privatwirtschaftliche Unternehmen.
Dieser Logik folgend kann man in Chiapas von einem solchen neuen Krieg um die Kontrolle über Bevölkerung und strategische Territorien sprechen, der zwischen mafiösen Banden, parastaatlichen Milizen und dem Militär ausgetragen wird. Der dramatische Anstieg von Gewalt gegen die indigene Bevölkerung und organisierte Gemeinden ist somit keinesfalls als vereinzelte Kämpfe lokaler Banden zu erklären.
Onda traf sich mit Jana Flöchinger, Referentin für Lateinamerika bei der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International, wo sie zu transnationalen autoritären Regierungen arbeitet. Medico unterstützt in Chiapas und anderen Teilen Mexikos soziale Bewegungen in ihrem Kämpfen um Selbstbestimmung.
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