
Foto: ComunicaciónJalisco via wikimedia
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(Mexiko-Stadt, 12. Oktober 2026, desinformémonos).- Demonstrierende in Guadalajara, Jalisco, forderten eine Lösung für die miserable Qualität des Leitungswassers. Seit Monaten kommt im Großraum Guadalajara verschmutztes, schwarzes und übelriechendes Wasser aus den Leitungen. Mit Slogans wie „Wasser ist ein Recht, kein Privileg!“ und „Wir wollen Wasser, keine Unterdrückung!“ nahmen Tausende Menschen an der Massenkundgebung teil, unter ihnen auch Kinder und ältere Menschen. Bereitschaftspolizisten setzten Wasserwerfer, Tränengas und Steine gegen die Protestierenden ein.
Polizei setzt Wasserwerfer und Wurfgeschosse ein
Der Demonstrationszug führte zur Casa Jalisco, dem Sitz der Landesregierung und Wohnsitz des Gouverneurs Pablo Lemus Navarro, um die Aufmerksamkeit der Landesregierung einzufordern und die Untätigkeit von Lemus zu kritisieren. Eine Gruppe von Menschen versuchte, die Metallzäune um das Gelände zu überwinden. Daraufhin setzte die Regierung Sicherheitskräfte und Bereitschaftspolizei ein, die mit Wasser und Tränengas gegen die Demonstrierenden vorgingen. Mindestens 50 Personen wurden festgenommen, Dutzende durch Steine und Gegenstände, die von der Polizei geworfen wurden, verletzt. Während des Protests wurde zudem die „Entführung“ von mindestens 20 Personen gemeldet, die in die Casa Jalisco gebracht und dort festgehalten wurden. Die Empörung bei der Großdemonstration wurde noch größer, als die Polizei Wasserwerfer mit sauberem Wasser einsetzte, um die Demonstration aufzulösen, während die Haushalte im Großraum Guadalajara seit Monaten nur trübes Wasser erhalten, das voller Sedimente, Schwermetalle und übler Gerüche ist. Nach dem Protest veröffentlichte die Universität von Guadalajara eine Erklärung, in der sie die Festnahme von drei ihrer Studierenden kritisierte. Auch die Jesuitische Universität meldete sich zu Wort und brachte ihre Besorgnis über die Opfer der Repression und willkürlichen Festnahmen zum Ausdruck.
Es war eine der größten Massenkundgebungen in Guadalajara der letzten Zeit, bei der eine hochwertige Wasserversorgung gefordert und der Verkauf natürlicher Ressourcen an ausländische Unternehmen und Regierungen abgelehnt wurde. Insbesondere die israelische Regierung wird von der Bevölkerung beschuldigt, das Wasser in Mexiko privatisieren zu wollen.
Protest für sauberes Wasser brutal niedergeschlagen von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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