Nach Ölunglück: Betroffene fordern sauberes Trinkwasser

(Buenos Aires, 22. Juni 2010, púlsar).- Nach einem Unfall eines Öltankers im Nordosten Perus, bei dem 300 Tonnen Rohöl in den Rió Marañon geflossen waren, fordern die Bewohner*innen der betroffenen Region nun Hilfslieferungen in Form von frischem Trinkwasser. Regierungsvertreter kündigten Sanktionen gegen die Verantwortlichen an.

Am Samstag den 19. Juni schlug die mit 5.000 Tonnen Rohöl beladene Barkasse des argentinischen Konzerns Pluspetrol leck. Aufgrund des Unfalls flossen 300 Tonnen Öl in den Fluss. Am Montag den 21. Juni bestätigte das Unternehmen den Unfall.

Die Bewohner*innen der von dem Unfall betroffenen Siedlungen fordern nun die Versorgung mit frischem Trinkwasser, da ihre einzige Quelle das nun verunreinigte Flussgebiet ist. Die betroffenen Siedlungen sind: Santa Rita de Castilla, Ollanta, Victoria, 7 de Junio, Parinari, Urarinas und Buenos Aires.

Der Chef der Zivilschutzbehörde des Distrikts Loreto, Roberto Falcón, teilte mit, dass nach alternativen Trinkwasserquellen in der Region gesucht wird, um die Bevölkerung zu versorgen.

„Die Auswirkungen sind minimal“, verkündete der peruanische Umweltminister Antonio Brack: „Die Notfalldienste haben angemessen funktioniert“. Er kündigte eine Untersuchung an, um die Verantwortlichen ausfindig zu machen und entsprechende Sanktionen zu verhängen.

Der Minister für Energie und Bergbau, Pedro Sánchez, teilte an anderer Stelle mit, das verantwortliche Unternehmen habe bereits mit den Säuberungsarbeiten begonnen. Er erklärte, das Unternehmen müsse diese Arbeiten innerhalb der nächsten zehn Tage abschließen.

Der Regierungsvertreter des Distrikts Parinari, Américo Vela hingegen kritisierte: „Das Einzige was sie machen um den Fluss zu reinigen ist, das Öl mit einer anderen Flüssigkeit zu verstecken.“

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