
In Kolumbien kam es am 21.06.2026 zu einer Präsidentschaftsstichwahl zwischen dem ultra-rechten Politiker Abelardo de la Espriella und dem linken Politiker Iván Cepeda, der vom scheidenden Präsidenten Gustavo Petro als möglicher Nachfolger aufgestellt wurde. Jetzt sieht es so aus, dass anstatt Petros Kurs fortsetzen, wie zum Beispiel den Sozialstaat auszubauen, Friedensverhandlungen voranzutreiben oder ein Augenmerk auf die Klimapolitik zu richten, der rechter Hardliner den politischen Kurs übernimmt: Er will beim Kampf gegen die Drogenkriminalität nach dem Modell El Salvador – Mega-Gefängnisse errichten sowie militärisch gegen die Kokaplantagen vorgehen. Das ganze mit Hilfe der USA. Auch im Wahlkampf wurde der rechte Hardliner von Trump unterstützt. Trumps Unterstützung hatte bereits im Vorfeld der Wahl Kritik in Kolumbien ausgelöst. Präsident Petro warf im Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes vor. Diese Art Wahlen zu manipulieren konnte man bereits in Argentinien, Chile, Honduras und Brasilien beobachten. In Argentinien hatte Trump sogar gedroht, das versprochene Finanzpaket einzustellen, würden die Argentinier*innen „nicht richtig“ wählen. Das Rennen zwischen den beiden ist bisher so knapp entschieden, dass die noch amtlich ausstehenden Überprüfungen aller Wahlprotokolle entscheidend sein könnten. Außerdem gibt es Anfechtungen von fast 33.000 Wahlurnen.
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