Zahl der neu registrierten HIV-Infektionen geht nicht zurück

HIV und Aids-Prävention in Kuba (2011) / Foto: Rogelio Duran Gomez, CC BY-NC-ND 2.0
HIV und Aids-Prävention in Kuba (2011) / Foto: Rogelio Duran Gomez, CC BY-NC-ND 2.0

(Lima, 11. Dezember 2017, noticias aliadas) Seit 2010 ist die Zahl der neu registrierten HIV-Infektionen in Lateinamerika und der Karibik nicht zurückgegangen. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht von WHO, UNAIDS und der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation hervor, der am vergangenen 29. November veröffentlicht wurde.

Jedes Jahr rund 120.000 Neuinfektionen mit HIV

Der Bericht hebt hervor, dass „die Zahl der Neuinfektionen mit HIV in Lateinamerika und der Karibik seit 2010 nicht gesunken ist. Jedes Jahr werden ca. 120.000 neue Fälle registriert. Es wird angenommen, dass es zwischen den Jahren 2010 und 2016 zudem einen Anstieg der Neuinfektionen bei erwachsenen Männern gegeben hat“.

Im Jahr 2016 etwa ein Drittel der Neuinfizierten Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, so der Bericht. Die Mehrzahl der neuen Fälle (64 Prozent) betrifft Männer die sexuelle Beziehungen zu anderen Männern haben, Sexarbeiter*innen, Trans*Frauen und Personen, die sich Drogen spritzen.

„Der Zugang zur HIV-Prävention ist Teil des Menschenrechts auf Gesundheit“

„Um die Zahl der Neuinfektionen mit HIV unter den am meisten gefährdeten Bevölkerungsteilen und den am stärksten betroffenen Gruppen zu reduzieren, einschließlich Frauen und Jugendlichen, muss der Zugang zu kombinierten Maßnahmen der Prävention verbessert werden, die verschiedene Interventionen beinhalten und deren Erfolg bei lokalen Epidemien bereits erwiesen ist. Der Zugang zur HIV-Prävention ist Teil des Menschenrechts auf Gesundheit. Er gilt für alle und ist unveräußerlich“, unterstrich César Núñez, Regionaldirektor von UNAIDS bei der Vorstellung des Berichts in Panama-Stadt.

Stigmatisierung und Diskriminierung potenzieren die Ausbreitung von HIV, da dadurch für die am stärksten gefährdeten und betroffenen Bevölkerungsteile nur ein begrenzter Zugang zu Präventionshilfen und Behandlung besteht.

Laut UNAIDS lebten im Jahr 2016 insgesamt 1,8 Millionen Menschen in Lateinamerika mit HIV.

In diesem Jahr gab es rund 97.000 neue Fälle, 1.800 davon waren Kinder. Etwa 36.000 Personen sind 2017 an Krankheiten verstorben, die mit ihrer HIV-Infektion in Zusammenhang standen.

CC BY-SA 4.0 Zahl der neu registrierten HIV-Infektionen geht nicht zurück von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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