Bergbau: Für die einen Millionengewinne – für die anderen Armut

San José del Progreso
Foto: La Minuta

(Oaxaca, 13. August 2019, La Minuta).- Das Bergbauunternehmen Cuzcatlán in San José del Progreso, Oaxaca, betreibt eine der größten Minen von Mexiko. 2017 baute es 7,5 Millionen Feinunzen (etwa 230.000 Kilo) Silber ab und erhöhte die Menge ein Jahr später auf acht Millionen Feinunzen. Außerdem werden hier jedes Jahr mehr als 50.000 Unzen (ca. 1.400 kg) Gold gefördert. Die Rechte für die Ausbeutung der Minen hat sich das kanadische Bergbauunternehmen Fortuna Silver gesichert, das sehr wohl weiß, dass diese Mine zu den zehn silberreichsten Minen der Welt gehört. Doch in ihrer Umgebung, im Dorf San José del Progreso, sind Marginalisierung, soziale Konflikte und Krankheiten an der Tagesordnung. Über 97 Prozent der Bewohner:innen von San José del Progreso haben keinen Zugang zu Trinkwasser und sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Über 96 Prozent sind laut einer Studie des Nationalen Rats zur Evaluation der Sozial- und Entwicklungspolitik Coneval (Consejo Nacional de Evaluación de la Política de Desarrollo Social) nicht sozialversichert.

Für das Jahr 2019 waren 65 Millionen Pesos (fast drei Millionen Euro) für Bauarbeiten in der Gemeinde vorgesehen, doch noch immer fehlt es über tausend Häusern an Trinkwasser und Kanalisation. Im Krankenhaus von Maguey Largo stellt das völlig unterbesetzte Personal immer häufiger akutes Atemversagen (akute respiratorische Insuffizienz) bei Minderjährigen fest; pro Woche sind es durchschnittlich drei Kinder.

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