In der EU verbotene Pestizide finden Abnahme durch Brasilien

(Rio de Janeiro, 02. September 2008, púlsar).- Brasilien hat in der Vergangenheit in der EU verbotene Pestizide importiert. So wurden bis zum Juli diesen Jahres bereits mehr als sechstausend Tonnen Substanzen eingeführt, die in ihren jeweiligen europäischen Herstellungsländern verboten sind.

Es handelt sich um Stoffe, die dazu genutzt werden, Pestizide und andere Spritzmittel zu produzieren. Sie kommen bei 24 verschiedenen brasilianischen Nahrungsmitteln zum Einsatz, darunter Früchte, Gemüse und Getreide.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, diese Stoffe könnten Schäden am zentralen Nervensystem und Krebs verursachen sowie die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Die Pressevertretung des brasilianischen Gesundheitsamtes Anvisa (Agencia Nacional de Vigilancia Sanitaria) informierte, dass die Prüfung zur Feststellung von Gefahren, die aus jenen Substanzen hervorgehen könnten, bereits 2006 begann. Zu dieser Zeit waren bereits zahlreiche dieser Stoffe nach Brasilien eingeführt worden.

Die Prüfung wurde dann durch ein Gerichtsurteil der Bundesjustiz Brasiliens unterbrochen, welche damit einem Gesuch der Gewerkschaft der Industrie für Pflanzenbehandlungsmittel SINDAG (Sindicato de das Industrias de Defensivos Agrícolas) nachkam.

Anvisa gab an, dass diese Entscheidung aufgrund des Druck gefällt wurde, wirtschaftliche Interesse zu wahren. Der Verkauf jener Substanzen in Brasilien biete der Europäischen Union die Möglichkeit, sich dieser in der EU verbotenen Produkte zu entledigen.

Angesichts des Drucks seitens der brasilianischen Regierung und aufgrund der Warnungen der WHO kündigte Anvisa an, neun Substanzen neu zu bewerten, die Bestanddteil von 99 Pestiziden sind.

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