Das Waldsterben geht weiter

alt(Lima, 21. Oktober 2010, noticias aliadas).- Laut einem im Oktober veröffentlichten Bericht der Welternährungsorganisation FAO ist das Waldsterben in einigen Gebieten zurückgegangen, jedoch breitet sich die Industrie weiter auf Kosten der Wälder aus. In den Jahren von 2000 bis 2010 entspricht demnach der jährlich weltweite Nettoverlust an Waldfläche etwa der Fläche Costa Ricas. Die größte Waldfläche ist in dieser Zeit in Südamerika vernichtet worden.

Die Erhebung der FAO zur Entwicklung der weltweiten Waldbestände 2010 zeigt, dass vor allem in den Ländern mit den größten Waldgebieten die Entwaldung in den letzten Jahren zurückgegangen ist. So in Brasilien, wo in den Neunziger Jahren einer der größten Verluste an Waldbeständen verzeichnet wurde.

Durch die Speicherung großer Mengen an CO2 wirken Wälder dem Klimawandel entgegen. Auch mildern sie die Auswirkungen von Naturkatastrophen, die zunehmend Lateinamerika und die Karibik heimsuchen. Laut der FAO betrug in den Jahren 2000 bis 2010 der jährliche Nettoverlust an Waldfläche 5,2 Millionen Hektar. In den Neunziger Jahren war diese Zahl mit 8,3 Millionen Hektar pro Jahr noch wesentlich höher.

Die Länder hätten nicht nur ihre Forstpolitik und Gesetzgebung verbessert, so Eduardo Rojas, Vizedirektor des FAO-Waldressorts. Auch seien Waldgebiete lokalen Gemeinden und indigenen Völkern zu deren Nutzung überlassen und Gebiete oder zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt ausgewiesen worden. Allerdings sei die Vernichtung von Waldbeständen in vielen Ländern nach wie vor sehr hoch; auch unberührte Urwälder gebe es immer weniger. Folglich, so Rojas, müssten die Länder ihre Anstrengungen zur Bewirtschaftung und Erhaltung der Wälder verbessern.

In Südamerika wurden von 2000 bis 2005 4,4 Millionen Hektar Waldfläche vernichtet. Von 2005 bis 2010 waren es 3,58 Millionen Hektar. In diesem Zeitraum wuchsen Industriezweige wie die industrielle Landwirtschaft und besonders der Soja-Anbau weiter an.

(Foto: medea_material /Flickr)

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