Crack gefährdet Leben von 25.000 Jugendlichen

(Berlin, 07. Juli 2010, npl).- Laut Zahlen des Gesundheitsministeriums befinden sich rund 25.000 brasilianische Jugendliche aufgrund des Konsums von Crack in Lebensgefahr. Weitere 600.000 konsumieren die Droge, befinden sich aber in einer weniger dramatischen Lage. Laut Pedro Delgado, im Gesundheitsministerium zuständig für Alkohol und Drogen, führt die Abhängigkeit von Crack die Jugendlichen in eine Situation extremer sozialer Isolierung. Zudem sei der hohe Anteil von gewaltsamen Tötungsdelikten unter Jugendlichen unmittelbar auf den Konsum von Drogen wie Crack zurückzuführen.

In Brasilien gibt es bislang nur wenige, unvollständige Untersuchungen über den Crackkonsum und seine Folgen. Für September dieses Jahren kündigte die Stiftung Oswaldo Cruz an, eine erste landesweite Erhebung vorzustellen.

Im Mai rief die Regierung per Dekret den Nationalen Plan zur Bekämpfung von Crack und seinen Folgen ins Leben. Bisher wurden 90 Millionen Reais, (umgerechnet rund 40 Millionen Euro) für das Gesundheitsministerium bereitgestellt, vor allem um die Kapazität der Krankenhäuser zur Aufnahme und Behandlung der am stärksten Betroffenen zu erweitern. Weitere 210 Millionen Reais werden in den Ausbau von Zentren zur psychosozialen Behandlung von Abhängigen chemischer Drogen investiert. Für August plant die Regierung Fernkurse zur Ausbildung von 80.000 Fachkräften, die sich in verschiedenen Bereichen dem Problem Crack widmen sollen.

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