Autoflut: BMW beglückt mexikanischen Präsidenten mit 150.000 Autos pro Jahr in San Luis Potosí

(Berlin, 11. Juli 2014, poonal).- Für die Verkündung dieses Deals durfte BMW am 3. Juli in der offiziellen Regierungsresidenz Los Pinos vorfahren. Im Beisein von Präsident Enrique Peña Nieto, Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo sowie dem Gouverneur des Bundesstaates San Luis Potosí gab BMW-Vorstand Harald Krüger in Los Pinos die Entscheidung bekannt, ab 2019 jährlich 150.000 Autos in Mexiko produzieren zu wollen. Für den Aufbau eines Produktionsstandortes in San Luis Potosí sollen in den kommenden Jahren etwa eine Milliarde US-Dollar investiert werden. Das Werk soll einmal 1.500 Menschen beschäftigen.

Mexiko sei „ein idealer Standort für die BMW-Gruppe”, so Krüger. „Der gesamte amerikanische Kontinent ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für die BMW-Gruppe. Wir haben weiterhin die Unternehmensstrategie, ‘die Produktion folgt dem Markt’.“ Welche Modelle in Mexiko produziert werden, will BMW zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Inoffiziell wird vom Mini Cooper gesprochen. Zielgruppe dürften kaufkräftige Mexikaner*innen, aber vor allem die Absatzmärkte in den USA sein.

In der offiziellen Pressemitteilung gibt BMW an, die zahlreichen Freihandelsverträge Mexikos, darunter NAFTA, sowie qualifizierte Arbeiter*innen und erfahrene Zulieferer in der Region seien ausschlaggebend für die Standortentscheidung gewesen. Unerwähnt bleibt der möglicherweise viel schwerwiegendere Grund. In kaum einem anderen Land sind die in der Autoindustrie gezahlten Stundenlöhne so niedrig wie in Mexiko. Das erhöht die Rentabilität des Unternehmens enorm und dürfte maßgeblich für BMW gewesen sein, trotz weiterer Investitionen in den USA dort keine neue Fabrik zu bauen, sondern Mexiko den Vorzug zu geben. Der unter Präsident Peña Nieto noch beschleunigte wirtschaftliche Liberalisierungskurs ist sicherlich ein weiteres Argument.

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