PSDB


Der venezolanische konservative Strahlemann Henri Capriles hatte die Wahlen 2013 nur knapp verloren. Foto: en.wikipedia
Lateinamerika

Die neue Rechte in Lateinamerika

von José Natanson (Le Monde Diplomatique) (Montevideo, 24. November 2014, comcosur).- Die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Brasilien, das Musterbeispiel Henrique Capriles in Venezuela und die Umfragen in Argentinien – all das stellt eine stärker umkämpfte Wahllandschaft dar, als dies früher der Fall war, wobei es die fortschrittlichen Regierungen schwieriger haben, ihre Macht zu behalten. Besonders sticht die Bildung einer neuen politischen Rechten hervor, die demokratisch, post-neoliberal und sogar bereit ist, ein neuartiges soziales Gesicht zu zeigen (fast würden wir sagen, populistisch, wären wir dem Begriff nicht so überdrüssig, in seinem abwertenden Sinne aber auch seiner – zu anderem Zeitpunkt wertvollen, heute eher ermüdenden – epistemologischen Aufwertung). Aber lassen wir uns nicht ablenken und versuchen wir die neue Rechte zu beschreiben: […]


brasilien sao paulo. Foto: Flickr/Fernando Stankuns (CC BY-NC-SA 2.0)
Brasilien

Die Rettung von São Paulo ist möglich

von Emir Sader* (Fortaleza, 25. Oktober 2012, adital).- São Paulo, eine der außergewöhnlichsten Städte der Welt, hat sich in eine traurige Stadt verwandelt, grau, grausam. Eine Stadt, in der sozialer Ausschluss herrscht, Diskriminierung, Intoleranz. São Paulo wurde zur ungerechtesten Stadt Brasiliens, aufgrund der brutalen Polarisierung zwischen völlig maßlosem Reichtum und der größten Armut und dem größten Elend in Brasilien. Das ist aus unserem geliebten São Paulo geworden in den Händen seiner Elite und der Parteien, die diese Elite repräsentieren. […]


Bürgermeisterkandidad Russomano / Sérgio Savarese, wikipedia, CC BY 2.0
Brasilien

Pragmatismus öffnet Pfingstlern die Türen

von Raul Zibechi* (Quito, 24. September 2012, alai-poonal).- In einem Land, das sich für modern erklärt und einen Platz unter den Schwellenmächten beansprucht, verstört die Möglichkeit, dass ein Kandidat der Pfingstkirchen bei den Kommunalwahlen vom 7. Oktober 2012 das Bürgermeisteramt von Sao Paulo gewinnen könnte. Der Kandidat der Universalkirche des Gottesreiches, Celso Russomanno, liegt als Kandidat der Republikanischen Partei PRB (Partido Republicano Brasileño) in Sao Paulo mit 35 Prozent der Stimmen in Umfragen vorne[1], hinter ihm folgen Jose Serra von der rechten Sozialdemokratischen Partei Brasiliens PSDB (Partido de la Social Democracia Brasileña) und der PT-Kandidat Fernando Haddad, für den Lula sein Prestige in die Waage warf. Sao Paulo zu gewinnen, hat strategische Bedeutung für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores). […]