PGR


drei indigene Frauen
Mexiko

Generalstaatsanwaltschaft entschuldigt sich bei indigenen Frauen

Späte Wiedergutmachung wurde drei indigenen Frauen für ein ihnen durch den mexikanischen Staat zugefügte Unrecht zuteil. Ende Februar entschuldigte sich die Generalstaatsanwaltschaft öffentlich dafür, sie aufgrund falscher Anschuldigungen angeklagt zu haben. Jacinta Francisco, Alberta Alcántara und Teresa González wurden im März 2006 für ein nie begangenes Verbrechen angeklagt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die drei Frauen verbrachten mehr als drei Jahre im Gefängnis, bevor der Generalstaatsanwalt die Vorwürfe gegen sie im September 2009 endgültig fallen ließ. […]


Mexiko

Ayotzinapa: CIDH widerspricht weiterhin der „historischen Wahrheit“ der mexikanischen Regierung

James Cavallaro, Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) forderte am 10. November vor der mexikanischen Presse die Regierung auf, ihre Narration über die gewaltsam verschwundenen Studenten der Lehreruniversität von Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero zu ändern. Mehrfach betonte er, die vom ehemaligen mexikanischen Generalbundesstaatsanwalt Jeśus Karam als „historische Wahrheit“ vorgetragene angebliche Verbrennung der Studenten auf der Müllhalde von Cocula sei physisch unmöglich. Die Kommission werde die andauernden Untersuchungen auf der Grundlage der „soliden Arbeit“ und der Empfehlungen der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) der CIDH begleiten.  […]


Mexiko

Die Nacht von Iguala und der mexikanische Staat

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 26. April 2016, la Jornada-poonal).- Die Form wahrend, ist der letzte Bericht der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) dennoch inhaltlich demolierend. Er hinterfragt nicht nur die armselige gerichtliche Arbeit der Funktionär*innen, die mit den Ermittlungen zu den Ereignissen der Nacht von Iguala beauftragt waren. Er stellt die ureigene Glaubwürdigkeit des mexikanischen Staates in Frage.  […]


Mexiko

Ayotzinapa: Forensiker demontieren „historische Wahrheit“

(Oaxaca, 9. Februar 2016, educa/la jornada/poonal).- Das Team Argentinischer Forensiker*innen EAAF (Equipo Argentino de Antropología Forense) hat keinen biologischen und physischen Nachweis gefunden, aus dem sich schließen ließe, dass die 43 in der Stadt Iguala verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa auf einer Müllkippe verbrannt wurden. Genau dies hatten jedoch Regierung und Generalstaatsanwaltschaft behauptet.  […]


Mexiko

Gewaltsam verschwunden in Veracruz – PGR will nicht zuständig sein

(Mexiko-Stadt, 03. Februar 2016, desinformémonos).- Am 11. Januar kamen José, Mario Arturo, Alfredo, Bernardo und Susana aus dem Urlaub zurück. Die jungen Männer sind alle noch keine 25 Jahre, Susana ist 16 Jahre alt. Sie waren in Urlaub gefahren. Sie kamen zurück. Sie wurden von der Polizei in der Stadt Tierra Blanca im Bundesstaat Veracruz im Osten Mexikos angehalten. Sie wurden nicht wieder gesehen. […]


Mexiko

„Auftrag ausgeführt“ – Hoffnung der Familienangehörigen der 43 Verschwundenen

(15. Januar 2016, desinformémonos).- Am 14. Januar fand ein Treffen zwischen den Eltern der 43 verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa (siehe auch hier) und der Generalbundesstaatsanwältin Arely Gómez statt, in dem über die Fortschritte der Untersuchung berichtet wurde. Dies was vereinbart worden, als die neue Untersuchungskommission mit ihrer Arbeit begann. Beim Treffen waren Ángela Buitrago und Alejandro Valencia vom interdisziplinären und unabhängigen Expertenteam GIEI (Grupo Interdisciplinario de Expertos Independientes) und die Rechtsanwälte der Familienangehörigen anwesend. […]


mexiko radilla. Foto: Desinformemonos
Mexiko

Weitere Untersuchungen im Fall Radilla

von Desinformémonos (Berlin, 06. November 2015, poonal).- Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft PGR (Procuraduría General de la República) will erneut nach dem verschwundenen Oppositionellen Rosendo Radilla Pacheco suchen lassen. Radilla war im August 1974 im Bundesstaat Guerrero verschwunden gelassen worden. Die Untersuchungen sollen auf dem Gelände des früheren 27. Militärgebietes in der Gemeinde Atoyac de Álvarez in Guerrero stattfinden. Wie die Untersuchungsbehörde SEIDF gegenüber der Tageszeitung La Jornada erklärte, sollen Beamte des Bundesinnenministeriums die Ermittlungen durchführen. Konkret handelt es sich bereits um die fünfte Serie von Ausgrabungen, um die sterblichen Überreste von Radilla Pacheco zu finden. […]


Bürgermeister Ramírez Crespo sitzt zur Zeit im Gefängnis in Morelos. Foto: Telesur
Mexiko

Bürgermeister von Cocula zusammen mit Anführer der Guerreros Unidos verhaftet 1

(Venezuela, 04. November 2015, telesur).- Der Bürgermeister des Ortes Cocula im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero, Eric Ulises Ramírez Crespo, ist am 29. Oktober von Einheiten der Armee und der mexikanischen Bundespolizei wegen des Besitzes von Waffen und Drogen verhaftet worden. Die Festnahme fand in Cuernavaca im Bundesstaat Morelos statt. Ramírez Crespo befand sich in Begleitung von Adán Zenen Casarrubias Salgado alias “El Tomate”, einem der Anführer der kriminellen Organisation Guerreros Unidos, der ebenfalls verhaftet wurde. Bei den beiden befand sich Eloy Flores Cantú, juristischer Berater der Fraktion der Partei PRD in der Abgeordnetenkammer. […]


mexiko ayotzinapa stencil. Foto: Flickr/Wendy Pardo (CC BY-NC-SA 2.0)
Mexiko

Mexikanische Generalbundesstaatsanwaltschaft veröffentlicht ihre Untersuchung zu Ayotzinapa im Internet

(Berlin, 15. Oktober 2015, poonal).- Es ist ein Versuch, angesichts breiter nationaler und internationaler Kritik in die Offensive zu gehen. Seit Sonntag, 11. Oktober, können die bisherigen Ermittlungsakten der mexikanischen Generalbundesstaatsanwaltschaft (PGR) im Fall der 43 verschwundenen Studenten von der pädagogischen Landuniversität in Ayotzinapa im Internet eingesehen werden. Umfangreiche Teile, die Namen und andere persönliche Daten enthalten, sind schwarz eingefärbt. […]


Mehrere mexikanische Menschenrechtsinitiativen auf einer Anhörung Ende Oktober 2014. Foto: Flickr/CIDH/Daniel Cima (CC BY 2.0)
Mexiko

Tlachinollan und Ayotzinapa

von Luis Hernández Navarro (Mexiko-Stadt, 01. September 2015, la jornada).- Eine unsichtbare Route eint die etwas mehr als 170 Kilometer, die im Bundesstaat Guerrero die Kleinstadt Tlapa de Comonfort von der alten Hazienda Ayotzinapa im Landkreis Tixtla trennen. Auf ihr bewegen sich der geteilte Schmerz, die echte Solidarität und die uneigennützige Begleitung zweier Gemeinschaften, die zu einer verschmolzen sind: Diejenige, die sich um das Menschenrechtszentrum Tlachinollan gruppiert und diejenige, die die Landuniversität für Lehramtsanwärter Raúl Isidro Burgos formt. […]


mexiko marcha desaparecidos. Foto: Pulsar
Mexiko

Mütter von Vermissten verlangen Gerechtigkeit

(Rio de Janeiro, 11. Mai 2015, púlsar).- Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Muttertag am 10. Mai 2015 zogen mehrere hundert Mütter verschwundener Mexikaner*innen durch die Hauptstadt des Landes. Sie erklärten, dass sie diesen Tag nicht feiern könnten und sich aus diesem Grund zusammengefunden hätten, um von den Behörden Gerechtigkeit und das Auffinden ihrer Kinder zu verlangen. […]