Mexiko

Tausende Teilnehmer*innen demonstrieren gegen Homophobie


von Alejandro Pacheco

alt(Buenos Aires, 27. Juni 2011, púlsar).- Mehrere Tausend Angerhörige der LGBT (Lesben-Schwule-Bisexuelle-Trans*personen)-Gemeinschaft und Unterstützer*innen nahmen am vergangenen 25. Juni an der 33. Ausgabe des „Marsches für Würde und Stolz“ (Marcha por el Orgullo) in Mexiko-Stadt teil.

 

 

 

In mehreren mexikanischen Bundesstaaten fanden Demonstrationen, Feiern und Kundgebungen der mexikanischen Ausgabe des Christopher-Street-Days statt.

Demonstrant*innen verurteilen Gewaltverbrechen

Die Demonstrant*innen in Mexiko-Stadt verurteilten den Mord am Leiter des Zentrums für Studien und Projekte für integrative menschliche Entwicklung CEPRODEHI (Centro de Estudios y Proyectos para el Desarrollo Humano Integral) Quetzalcoatl Leija.

Der Aktivist war am vergangenen 4. Mai in der Stadt Chilpancingo im Bundesstaat Guerrero umgebracht worden. Gedacht wurde auch der Transsexuellen Bárbara Lezama, die am 30. April dieses Jahres in der Stadt Puebla ermordet wurde.

Bei einer Kundgebung unterstrichen die Demonstrant*innen, dass sie keine weiteren Entführungen, keine Gewalt an Schulen und keine bewaffneten Auseinandersetzungen mehr ertragen könnten.

Bildung ohne Dogmen und Vorurteile

Außerdem forderten sie vom Staat, dass er die notwendige medizinische Versorgung von Aidskranken im Land garantieren und die Ausgabe von Medikamenten zur Behandlung der Krankheit kontrollieren müsse.

Der Bildungsminister wurde zudem aufgefordert dafür zu sorgen, dass in den Bildungseinrichtungen Diversität respektiert werde und gegen Dogmen und Vorurteile angegangen werde. Kritisiert wurde zudem, dass Lesben vom Staat völlig ignoriert würden. Es gebe keinerlei offizielle Statistik, in der sie aufgeführt würden.

CC BY-SA 4.0 Tausende Teilnehmer*innen demonstrieren gegen Homophobie von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Verteidigungsminister Cienfuegos: Keine Soldatenbefragung zu Ayotzinapa durch die CIDH Von Gerd GoertzFoto: Eneas de Troya, cc-by-2-0(Mexiko-Stadt, 06. Dezember 2016, npl).- Das mexikanische Verteidigungsministerium hat Ende November zum wiederholten Mal ausgeschlossen, dass die Soldaten des 27. Infanteriebataillons von Iguala direkt vor Mitgliedern der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) zum Fall der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa aussagen werden. Bis heute ist die Rolle der zum Zeitpunkt des Verbrechens in der Nacht vom 26...
Oaxaca: Neuer PRI-Gouverneur Alejandro Murat Hinojosas tritt sein Amt an Schüler*innen üben, von staatlichen Behörden angeleitet, das Wählen. Ob das hilft? / Foto: IEEPC, CC BY-NC-ND 2.0, flickr(Oaxaca-Stadt, 02. Dezember 2016, onda-poonal).- In den frühen Morgenstunden des 1. Dezember erfolgte die Amtseinführung von Alejandro Murat Hinojosas als Gouverneur des südmexikanischen Bundesstaates Oaxaca. Damit übernahm die Regierungspartei PRI (Partido Revolucionario Institucional) von Mexikos Staatpräsident Peña Nieto nach sechsjähriger Unterbrec...
Der amerikanische Traum ist aus. Von Lydia Cacho, Plan B*"Die Nordamerikaner*innen müssen sich nun mit den Ruinen dessen, was einst ihr Land war, auseinandersetzen" / Foto: Cesar Martinez López, Cimacfoto(Mexiko-Stadt, 14. November 2016, cimac).- Der Wahlsieg Trumps, so brüchig sein Triumph aufgrund seiner trägen Unwissenheit auch sein mag, so sehr er auch für das Weltbild eines frauenfeindlichen, rassistischen Unternehmers im Kapitalismus eintritt, der sich allen Grundideen des Menschenrechts, de...
Zweieinhalb Wochen Migrant*innen-Karawane gingen zu Ende Die Karawane 2016 / Foto: Rometeo Lucero, Rubén Figueroa und Consuelo Pagaza, desinformemonos(Mexiko-Stadt, 06. Dezember 2016, poonal).- Die 12. Karawane “Wir suchen Leben auf Todeswegen” der Mütter – sowie dieses Mal auch einiger Väter – von Migrant*innen aus Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala endete am 3. Dezember in Tapachula, Chiapas, nahe der Grenze zu Guatemala. Ab Mitte November waren die Teilnehmer*innen auf der Suche nach ihren verschwundenen Kindern...
Die neuen Bildungszentren Von Luis Hernández NavarroKleine Dorfschulen gibt es bald nicht mehr? / Foto: Darij & Ana, cc-by-2-0, flickr(Mexiko-Stadt, 22. November 2016, la jornada-poonal).- Unter dem Vorwand, die Bildung auf dem Land verbessern zu wollen, befindet sich eine Art neue „Indigenen-Verbringung“ auf dem Weg. Nebenbei soll eine der wichtigsten pädagogischen Erfahrungen in Mexiko beseitigt werden. Auf dem Gipfel für Soziale Mobilität verkündete Bildungsminister Aurelio Nuño den ne...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.