Ecuador

Regierungskabinett tritt geschlossen zurück


von Ricardo Marapi Salas

Vorläufig ausregiert: Minister*innen in Ecuador. Foto: Pulsar(Buenos Aires, 27. Februar 2014, púlsar).- Am 27. Februar wurde bekannt gegeben, dass alle Minister*innen nach der Aufforderung des Präsidenten Rafael Correa ihr Amt niedergelegt haben. Die Verteidigungsministerin María Fernanda Espinosa betonte, dass die Minister*innen ihre Aufgabe in der Regierung in dem „gemeinsamen Entwurf eines Projekts“ sehen würden. „Uns geht es nicht darum, welches Amt wir ausüben. Das entscheidet der Präsident, und wir befolgen seine Entscheidung mit Freude“, argumentierte Espinosa.

Wie Correa erklärte, soll mit diesem Schritt eine Umstrukturierung der Regierungspartei Alianza País eingeleitet werden. Wegen der Wahlniederlage in mehreren wichtigen Gemeinden hatte der Präsident zwei Tage zuvor den Rücktritt des gesamten Regierungskabinetts gefordert. In den Kommunalwahlen vom 23. Februar verlor die Regierungspartei die Bürgermeisterposten von der Hauptstadt Quito und Cuenca, einer weiteren wichtigen ecuadorianischen Stadt.

Durch die Neuordnung der Regierungspartei sollen außerdem Mitglieder der Sozialistischen Partei- Breite Front (Partido Socialista-Frente Amplio) und der sozialdemokratischen Partei Avanza stärker beteiligt werden. Beide Parteien würden ein Bündnis mit der Regierung Correas eingehen.

CC BY-SA 4.0 Regierungskabinett tritt geschlossen zurück von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Die Folgen des Bergbaus sind nicht zu verantworten Von Diego Andreucci und Helga Grunberg Cazón(Quito, 12. Mai 2016, alai).- Der Bergbau hat schwerwiegende soziale und ökologische Auswirkungen. In Bolivien können die Menschen vor Ort ein Lied davon singen. Was hatte die neue Verfassung aus dem Jahr 2009 nicht alles versprochen: Rechte für die Indigenen und für die lokalen Gemeinschaften, Umweltschutz und die Nutzung des Wassers vor allem für lebensnotwendige Zwecke. Mit Initiativen wie diesen weckte die Regierung von ...
Lektionen eines Erdbebens Von Álvaro Cuadra Rojas*(Quito, 18. April 2016, alai-poonal).- Die Küsten Ecuadors wurden am 16. April 2016 das Epizentrum eines Erdbebens der Stärke 7,8 auf der Richterskala. Die Folgen für das Land sind verheerend, es zeigt sich ein Bild der Zerstörung, 557 Menschen kamen ums Leben und Tausende sind verletzt oder obdachlos geworden. Ein trauriger Umstand, auf den die einzige Antwort Solidarität und Hilfe für ein befreundetes Land sein kann, das leidet. Es stimmt: Di...
Nach der Niederlage von Evo Morales Von José Carlos Díaz Zanelli(Quito, 29. Februar 2016, servindi).- Bei der am 21. Februar dieses Jahres abgehaltenen Volksbefragung über eine Verfassungsänderung, die eine erneute Kandidatur des bolivianischen Präsidenten Evo Morales möglich und damit den Weg für seine Wiederwahl frei machen sollte, stimmten nach Auszählung der Stimmen 51,3 Prozent gegen und 48,7 Prozent für eine Änderung. Damit hat Morales nach elf Jahren Regierungszeit einen ersten herben Rückschlag ...
Schwestern von gestern Von Lucía Alvites(Quito, 15. Februar 2016, alai).- Vor einigen Jahren, genauer gesagt zum 8. März 2010, kamen Frauen aus verschiedenen Zusammenhängen auf die Idee, ein Komitee zu bilden und eine landesweite Frauenorganisation ins Leben zu rufen. Wir waren mehr als 80 Frauen. Voller Begeisterung tauschten wir unsere Ideen aus. Seit Jahrzehnten kämpfen wir Peruanerinnen für unsere Rechte. Um unsere Forderungen durchzusetzen, müssen wir uns organisieren, darin waren wir ...
Intag: Fortschritt für wen? von Wolf-Dieter Vogel(Berlin, 29. Januar 2016, npl).- Junín, eine kleine Gemeinde in den nordwestlichen Ausläufern der Anden Ecuadors. Dort betreibt Olga Curtíz mit einer Kooperative ein Gästehaus, das Abenteuerurlauber*innen Unterkunft bietet. Ökotourismus zwischen Bananenstauden, Orangenbäumen und Kaffeesträuchern, inmitten eines subtropischen Regenwaldes, der die Bergregion in ein grünes Paradies verzaubert. Viel Geld verdient die 41jährige alleinstehende Frau nich...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *