Argentinien

Nach Giftunfall: Umweltminister verfügt Betriebsstopp der Mine Veladero


Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0

Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0

(Lima, 01. Mai 2017, noticias aliadas).- Der argentinische Umweltminister Sergio Bergman hat am 19. April 2017 eine einstweilige Verfügung unterzeichnet, mit der die Aktivitäten der Bergbaumine Veladero in der nordwestargentinischen Provinz San Juan bis auf Weiteres gestoppt werden. Anlass für diesen Schritt ist der Austritt giftiger Flüssigkeiten am vergangenen 28. März. Man wolle „verhindern, dass als Folge dieses Lecks die Wasserreserven im Westen Argentiniens gefährdet werden“, so der Minister.

Es handelt sich bereits um das dritte Unglück binnen drei Jahren. Zwischen dem 12. und 13. September 2015 ergossen sich 4 Millionen Liter Zyanid sowie weitere Schwermetalle in den Fluss Potrerillos, wodurch noch vier weitere Wasserläufe kontaminiert wurden. Dieser Vorfall wird als der schlimmste Unfall in der Bergbaugeschichte Argentiniens angesehen.

Bei der Mine Veladero handelt es sich um einen Gold- und Silbertagebau im Besitz des kanadischen Bergbaukonzerns Barrick Gold. Die Mine nahm im Jahr 2005 ihren Betrieb auf und soll etwa 14 Jahre betrieben werden.

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