Argentinien Chile

Kanadisches Bergbauunternehmen verschwendet Unmengen an Wasser


Die Mine Veladero in Argentinien. Foto: Adital/taringa.net

Die Mine Veladero in Argentinien. Foto: Adital/taringa.net

(Fortaleza, 30. März 2016, adital).- In Argentinien verbraucht das kanadische Bergbauunternehmen Barrick Gold täglich allein in der Mine Veladero mehr als neun Millionen Liter Wasser. Darauf hat Greenpeace aus Anlass des Weltwassertages am 22. März hingewiesen. Zudem erklärte die argentinische Justiz Barrick Gold kürzlich für verantwortlich für die Verseuchung von Flüssen in der Nähe der Mine mit Zyanid infolge eines Leitungslecks. Der Vorfall hatte sich im September 2015 ereignet. Ein Richter verfügte am 11. März eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet gut neun Millionen Euro.

In der Region herrscht seit Jahren Wassernotstand

Das Bergbauunternehmen verbraucht in der Mine Veladero offiziellen Angaben zufolge pro Sekunde mehr als 110 Liter Wasser. Gonzalo Strano, Koordinator der Gletscherkampagne von Greenpeace Argentina, prangert an: „Es ist unakzeptabel, dass ein Bergbauprojekt, das die Umwelt stark belastet, über 100 Liter pro Sekunde verfügen kann in einer Provinz wie San Juan, in der seit über fünf Jahren Wassernotstand herrscht.“

Greenpeace Argentina: Chile lässt Bergbau freie Hand

Die Umweltschutzorganisation fordert die Schließung der Mine, da diese sich in Gletschergebiet befindet, was einen klaren Gesetzesverstoß bedeute, seien diese empfindlichen Ökosysteme in Argentinien doch geschützt. Greenpeace Argentina wirft zudem Chile Nachlässigkeit beim Kampf gegen das Abschmelzen der Andengletscher vor. Der Bergbau sorge im Nachbarland für Wasserverluste in einem Volumen von 30 Millionen Kubikmetern. Auch in Kolumbien sind die Ökosysteme, in denen sich 70 Prozent des Wassers im Land befinden, durch den Bergbau gefährdet; in diesem Fall durch den Kohlebergbau.

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