Chile
Fokus: SDGs

2019 werden 70 Prozent der Studierendenvereinigungen von Frauen angeführt


Foto: Flickr/Francisco Vicencio (CC BY-NC 2.0)

(Santiago, 4. Januar 2019, diarioclever).- Das sprunghafte Anwachsen der feministischen Bewegung, die das Jahr 2018 mit ihren Aktivitäten prägte, hat viele Konsequenzen nach sich gezogen. Eine davon ist, dass sich 70 Prozent der akademischen Gemeinschaften der Vereinigung Chilenischer Student*innen CONFECh (Confederación de Estudiantes de Chile), die ihre Vorsitzenden neu wählten, für Frauen entschieden haben.

Ein Beispiel dafür ist Constanza Urtubia, Präsidentin der Student*innenvereinigung der Universität von Santiago de Chile USACH, die Mitglied der Bewegung ‚Movimiento Autonomista‘ (etwa: Autonomiebewegung) ist. In der Student*innenvereinigung der katholischen Universität von Chile FEUC (Federación de Estudiantes de la Universidad Católica de Chile) siegte im dritten aufeinanderfolgenden Jahr ebenfalls eine Frau: Belén Larrando der Bewegung Nueva Acción Universitaria NAU. Javiera Molina und Tamara Briceño setzten sich jeweils in der Universität von Valparaíso und der Katholischen Universität von Temúco durch.

Feministische Bewegung nimmt Einfluss auf Gesellschaft

Alles deutet darauf hin, dass die feministische Bewegung nicht mit dem Jahr 2018 abgeschlossen sein wird, sondern dass sie es geschafft hat, in der chilenischen Gesellschaft Einlass zu finden und sie zu bewegen. Die Welt der Universitäten ist Vorreiterin, aber viele hoffen, dass die Bewegung von dort aus größeren Einfluss auf den Rest der chilenischen Gesellschaft nimmt.

Stephanie Peñaloza, Landessprecherin der Bewegung ‚Movimiento Autonomista‘, sagte über das Phänomen: „Die Institutionen verändern die Logik von innen heraus, durch eine Politik auf Höhe der sozialen und feministischen Forderungen von der Straße, der Arbeit, der Erziehung und von zuhause. Ich beglückwünsche meine Wegbegleiterinnen“.

 

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