Corredor Transístmico
Der Corredor Interoceánico del Istmo de Tehuantepec (Corredor Transístmico) ist ein staatliches Megaprojekt im Süden Mexikos, das den Atlantik und den Pazifik über den Isthmus von Tehuantepec verbinden soll. Geplant sind der Ausbau von Häfen, Eisenbahnlinien, Industrieparks, Energie- und Logistikinfrastruktur als Alternative zum Panamakanal. Die mexikanische Regierung bewirbt das Projekt als Motor für Entwicklung und Investitionen. Kritiker*innen und lokale Gemeinschaften – darunter indigene Gruppen – warnen jedoch vor Landraub, Umweltzerstörung und dem Verlust kollektiver Rechte. Widerstand gegen das Projekt wird teils durch Drohungen, Kriminalisierung, juristische Verfolgung und Gewalt bis hin zu Morden unterdrückt. Der Corredor gilt daher als Beispiel für extraktivistische Entwicklungspolitik auf Kosten lokaler Bevölkerung.
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