Erster Jahrestag der „Bewegung für Frieden“

Javier Sicilia. Foto: Púlsar/Alejandro Pacheco(Rio de Janeiro, 29. März 2012, púlsar).- Am Mittwoch den 28. März wurde in Las Brisas, Morelos der erste Jahrestag der Gründung der „Bewegung für Frieden mit Gerechtigkeit und Würde“ (Movimiento por la Paz con Justicia y Dignidad) begangen. Der mexikanische Dichter und Schriftsteller Javier Sicilia hatte die Bewegung gegründet, nachdem vor einem Jahr an jener Stelle sein Sohn zusammen mit vier Freunden ermordet worden war.

Bei der Kundgebung am Denkmal einer als Friedenstaube bekannten Metallstatue zog Sicilia eine erste Bilanz. Nach einem Jahr gebe es noch immer keine Gerechtigkeit, da 98 Prozent der Taten ungesühnt blieben. Allerdings habe die „Bewegung für Frieden“ auch einiges erreicht. So werde bald das Opfergesetz verabschiedet; zudem sei es gelungen, den von der Gewalt betroffenen Menschen ein Gesicht zu geben.

Ohne seine Organisation, so Sicilia, würden die Opfer der Gewalt gar nicht wahrgenommen. Angesichts des beginnenden Wahlkampfes für die mexikanischen Präsidentschaftwahlen rief Sicilia dazu auf, einen ungültigen Stimmzettel abzugeben.

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