Welche Großprojekte bevorzugt der neue Präsident?

Welche Großprojekte bevorzugt die neue Regierung?(Lima, 13. Juli 2016, servindi).- Vor kurzem wurde eine Liste mit Großprojekten für die Infrastruktur veröffentlicht, in welche die Regierung von Pedro Pablo Kuczynsky in den kommenden fünf Jahren investieren wird. Es handelt sich insgesamt um 17 Vorhaben – sechs davon sind Direktinvestitionen des Staates; in elf Fällen werden Konzessionen an den Privatsektor vergeben. Das Gesamtvolumen der Projekte liegt bei 79,15 Milliarden US-Dollar. Die staatlichen Investitionen werden auf 47,85 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die des privaten Sektors auf 31,3 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Man erhofft sich durch diese Maßnahmen mehr als 1,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze.

Dies legte das Dokument „Der Wandel beginnt. Der Traum der kommenden Generationen“ dar, das „Centrum“, das Business Center der Päpstlichen Katholischen Universität Perus, erstellt hat. Es skizziert die wichtigsten Pläne, die die Partei „Peruanos Por el Kambio (Peruaner*innen für den Wechsel)“ in den kommenden fünf Jahren ihrer Regierungstätigkeit umzusetzen plant. So die Informationen der Tageszeitung Peru 21.

Die umfangreichsten Projekte

Betracht man die Investitionsvolumen, so sind die teuersten Vorhaben sowohl der Wiederaufbau von staatlichen Schulen und Sportzentren als auch die Gaspipeline des Südens – beide kosten jeweils etwa 15 Milliarden US-Dollar. Es folgen Bauprojekte zur Anbindung von vier Millionen Familien an Trinkwasser und Kanalisationssysteme; diese belaufen sich auf etwa 10 Milliarden US-Dollar. Bei allen handelt es sich um staatliche Investitionen.

Auf der anderen Seite sollen für die zehn wichtigsten Wasserkraft-Projekte etwa 15 Milliarden US-Dollar im privaten Sektor investiert werden.

Welche Regionen werden beteiligt?

Aufgrund ihrer Größe umfassen sowohl die staatlichen als auch die privaten Projekte mehrere Regionen. Im Süden stehen Wasserkraft-Projekte sowie die südliche Gaspipeline im Vordergrund und betreffen die Regionen von Cusco, Puno, Arequipa, Moquegua und Tacna.

Im Norden sind hauptsächlich die Region von Cajamarca und das Amazonasgebiet für Wasserkraft-Projekte vorgesehen. Außerdem soll es mehrere Bauprojekte für Zufahrtsstraßen geben, wie das „Programm für Straßen zwischen Küste und Bergen“ (welches 30 Täler und die Küstenregion umfasst). Für letztgenanntes Projekt sollen 500 Millionen US-Dollar an Investitionen aus dem privaten Sektor bereit gestellt werden.

Bei einigen Projekten handelt sich sich um neue Vorhaben, an anderen – wie dem letztgenannten – hat man bereits gearbeitet und sie werden jetzt reaktiviert. Diesbezüglich erklärte der neue Premierminister Perus, Fernando Zavala: „Wir müssen Projekte sicherstellen, die Investitionen fördern. Aber innerhalb eines legalen Rahmens und einer sozialen Verantwortung“.

Hier gibt es eine Liste aller Projekte und ihre Lage.

 

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