
(Washington, 2. September 2025, prensa latina/poonal).- Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben die USA am 2. September in der südlichen Karibik ein Boot zerstört, das Drogen transportierte. Ohne irgendwelche Beweise vorzulegen, behauptete der amerikanische Präsident, dass das Schiff aus Venezuela ausgelaufen war.
Die von Trump abgegebenen Erklärungen aus dem Weißen Haus verschärfen erneut die Spannungen zwischen Washington und Caracas. Diese eskalieren seit der Entscheidung der republikanischen US-Regierung, mehrere Kriegsschiffe und sogar ein Atom-U-Boot unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung nahe Venezuela zu stationieren.
Der US-Präsident nannte wenig Details der Operation. „Wenn Sie den Raum verlassen, werden Sie sehen, dass wir buchstäblich in den letzten Minuten ein Boot beschossen haben, das Drogen transportiert““, sagte Trump den Journalist*innen auf einer Pressekonferenz im Oval Office. Es habe „viele Drogen“ auf dem Boot gegeben, betonte er.
In Übereinstimmung mit den Äußerungen des Präsidenten bestätigte sein Außenminister Marco Rubio, dass die Vereinigten Staaten „einen tödlichen Angriff“ auf ein angebliches „Drogenboot“ verübt hätten.
„Wie @potus [offizielles Acronym des President Of The United States of America – Anm. d. Übers.] eben bekannt gab, hat das US-amerikanische Militär heute in der Südkaribik einen tödlichen Angriff auf ein mit Drogen beladenes Boot durchgeführt, dass in Venezuela ablegte und von einer ausgewiesenen terroristischen Drogenorganisation betrieben wurde“, schrieb der amerikanische Chefdiplomat am 2. September in einer Nachricht auf X.
Maduro: Vorwand für eine militärische Intervention
Während der letzten Wochen hat die venezolanische Regierung die Verlegung erheblicher Mengen Kriegsgerät in die Nähe ihrer Küsten öffentlich als eine direkte Provokation verurteilt. Auch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro warnte vor diesen Drohgebärden und davor, Vorwände für eine militärische Intervention zu erfinden.
Die Vereinigten Staaten nutzen Methoden des Wilden Westen – indem sie Belohnungen in Millionenhöhe für Informationen aussetzen, die zur Ergreifung Maduros führen (als ob der Miraflores-Palast, die Residenz des venozolanischen Präsidenten, nicht existieren würde), suchen Wege für Sanktionen und Embargos und gehen jetzt mit diesen riskanten Manövern noch einen Schritt weiter.
Das Boot soll angeblich aus Venezuela gekommen sein und im Auftrag des Drogenkartells „Tren de Aragua“, das die USA als „terroristische Organisation“ eingestuft haben, Drogen transportiert haben. Beweise dafür legte die US-Regierung nicht vor. Bei dem Drohnenangriff sollen alle elf Besatzungsmitglieder getötet worden sein. Internationale Expert*innen sehen in diesem Angriff einen Verdacht auf außergerichtliche Hinrichtungen.
US-Armee zerstört Boot mit „vielen Drogen“ von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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