
(Caracas, 18. November 2025, brasil de fato).- In einem neuen Kapitel des psychologischen Drucks auf Venezuela erklärte US-Präsident Donald Trump am 18. November, dass er die Möglichkeit einer Truppenentsendung nach Venezuela nicht ausschließe. In demselben Gespräch mit Journalist*innen im Oval Office öffnete Trump zugleich die Türen für einen Dialog mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.
„Nein, ich schließe nichts aus“, antwortete Trump auf die Frage nach der Möglichkeit einer Entsendung von US-Truppen nach Venezuela. Anschließend zeigte er sich jedoch offen für einen möglichen Dialog mit Maduro. „Wahrscheinlich würde ich mit ihm reden, ja. Ich rede mit jedem.“
„Er [Maduro] möchte ein Gespräch. Ich bin offen dafür, mit ihm zu sprechen“, sagte er an der Seite des Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, der in Washington zu einem offiziellen Besuch gelandet war.
Maduro sucht Dialog
Am Vortag, dem 17. November, suchte Maduro den Dialog. „Dieses Land befindet sich im Frieden und wird auch im Frieden bleiben. Wer in den USA mit Venezuela sprechen möchte, der wird es tun können. Face to face (von Angesicht zu Angesicht), ohne jedes Problem“, sagte er während der Ausstrahlung seiner wöchentlichen Fernsehsendung Con Maduro+.
Erneut sprach der venezolanische Präsident auf Englisch, um klarzumachen, dass er sich an die Führung in Washington richtete, und bat um ein „Gespräch“ und einen „Anruf“.
Maduro angeblich Kartellboss
Obwohl Trump eine Gesprächsbereitschaft signalisierte, lässt der Druck seiner Regierung auf das karibische Land nicht nach. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am 16. November, dass die USA beabsichtigten, das Cartel de Los Soles (Kartell der Sonnen) als terroristische Organisation einzustufen, was den Weg für einen Militäreinsatz auf venezolanischem Boden freimachen könnte.
Es gibt jedoch keine offiziellen Informationen über die Existenz dieser angeblichen kriminellen Gruppierung. Die US-Regierung behauptet, Nicolás Maduro sei Anführer dieser Vereinigung. Analyst*innen halten sie jedoch für eine Erfindung Washingtons.
Unter dem Vorwand der Bekämpfung des Drogenhandels haben die USA seit Anfang September bereits mehr als 20 Boote in der Karibik und im Pazifik angegriffen. Dabei wurden über 80 Menschen getötet.
Übersetzung: Christa Röpstorff
Trump schließt Militäraktion nicht aus von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Was kann man nur tun, um diesen Wahnsinn zu stoppen??? Am Ende wird der Verbrecher Trump davonkommen, so wie der Verbrecher George W. Bush mit seinem Irak-Krieg oder Sarkozy mit seinem Libyen-Krieg davon kamen. Man kann verzweifeln angesichts des desolaten Zustandes der Welt. Der Starke nimmt sich, was er will. Wie können die kleinen Staaten überleben? Nur durch Unterwerfung? Oder in dem sie sich Atomwaffen zulegen?