Lula kandidiert erneut und betont Rolle des MST

Präsident der Republik Luiz Inácio Lula da Silva während der Abschlusssitzung des 14. Nationalen Treffens des MST. Foto: Palácio do Planalto via flickr, CC BY-ND 4.0.

(Havanna, 23. Januar 2026, Prensa Latina).- Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bestätigte am 23. Januar, dass er sich zur Wiederwahl stellen werde, und verteidigte seine Politik. Zugleich betonte er die historische Rolle der Landlosenbewegung MST.

„Machen Sie sich bereit, denn wir streben die Präsidentschaft zum vierten Mal an und werden bei den diesjährigen Wahlen antreten“, verkündete Lula auf der Abschlussveranstaltung des 14. Nationalen Treffens der Landlosenbewegung in Salvador, im brasilianischen Bundesstaat Bahia, vor mehr als dreitausend MST-Mitgliedern.

Der Regierungschef und Mitglied der Arbeiterpartei unterstrich, dass die Wahlen im Oktober entscheidend für den politischen Kurs in Brasilien und den Kampf gegen Desinformation sein werden. „Dieses Jahr ist das Jahr der Wahrheit“, bekräftigte er.

Lula verwies auf die wirtschaftlichen und sozialen Fortschritte seiner aktuellen Amtszeit, darunter den Abbau der Arbeitslosigkeit, das Wachstum von Exporten und Investitionen sowie die Anhebung des Mindestlohns und die Erholung strategischer Sektoren. „Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote in der Geschichte Brasiliens und die höchste Zahl an Erwerbstätigen sowie wirtschaftlicher Aktivität“, erklärte er.

In diesem Zusammenhang rief er zu einer stärkeren politischen Beteiligung der sozialen Bewegungen auf und lobte, dass der MST eigene Kandidat*innen aufstelle. „Das Unglück derer, die Politik nicht mögen, besteht darin, dass sie von denen regiert werden, die sie [die Politik] mögen“, warnte er.

Dem Präsidenten zufolge solle die Landlosenbewegung stolz auf ihre Leistungen sein und Entscheidungspositionen einnehmen, um die Kontinuität der Rechte der arbeitenden Bevölkerung zu gewährleisten.

Einen Teil seiner Rede widmete Lula der historischen Bedeutung des MST und dessen Beitrag zur Entwicklung des Landes. „Ich bin mir sicher, dass Brasilien wahrscheinlich nicht dort wäre, wo wir heute sind, wenn es Sie nicht gegeben hätte“, versicherte er und dankte der Bewegung für ihren jahrzehntelangen Kampf um Land, Lebensmittelproduktion und soziale Gerechtigkeit.

Der Präsident machte deutlich, dass der MST eine Hauptrolle dabei gespielt habe, die ärmsten Bevölkerungsgruppen auf dem Land sichtbar zu machen und öffentliche Maßnahmen zur Integration zu fördern.

Er hob zudem hervor, dass der südamerikanische Riese ohne den Mut jener, die den Kopf erhoben und gekämpft haben, keine Fortschritte erzielt hätte.

Vor Lulas Ansprache hatte der Minister für Agrarentwicklung und familiäre Landwirtschaft, Paulo Teixeira, angekündigt, die für die Agrarreform versprochenen Gebiete bis April zu übergeben.

Er sprach von Enteignungen, gerichtlichen Einigungen und der Schaffung neuer Siedlungen und nannte Gebiete in verschiedenen Bundesstaaten wie São Paulo, Pernambuco, Pará und Bahia, die insgesamt Tausende Hektar umfassen und Tausenden landlosen Familien zugutekommen sollen.

Übersetzung: Christa Röpstorff

CC BY-SA 4.0 Lula kandidiert erneut und betont Rolle des MST von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nachrichtenpool Lateinamerika
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.