Mexikos geheime Gräber

Angehörige und ehrenamtliche Helfer*innen machen sich auf die Suche nach heimlich verscharrten Leichen. Foto: Desinformémonos Betrof

(Oaxaca-Stadt, 27. Dezember 2018, poonal).- Mitte November 2018 veröffentlichte die Organisation Quinto Elemento Lab eine Übersicht der geheimen Gräber Mexikos. Die Veröffentlichung trägt den vielsagenden Namen „Das Land der 2.000 Gräber.“ Denn auf fast 2.000 beläuft sich die Zahl der geheimen Gräber, die während der Amtszeiten der Präsidenten Felipe Calderon und Enrique Peña Nieto entdeckt wurden. Allein die Anzahl der Gräber in denen Kriminelle ihre Opfer verscharrt haben veranschaulicht die tiefe humanitäre Krise, die Mexiko seit Beginn des Krieges gegen die Drogen im Jahr 2006 durchlebt.

Alle zwei Tag ein geheimes Grab

Statistisch gesehen wurde im Zeitraum von 2006 bis 2016 jeden zweiten Tag ein geheimes Grab entdeckt. Und das in jeder siebenten Gemeinde des Landes, von der Grenze zu den USA bis in den Süden Mexikos. Auch wenn die veröffentlichten Zahlen bei weitem die von offiziellen Stellen gemachten Angaben übertreffen, spiegeln sie wahrscheinlich nicht das ganze Ausmaß der Krise wieder. Die Staatsanwaltschaften von acht der 32 Bundesstaaten gaben nämlich an, dass keine geheimen Gräber im Untersuchungszeitraum gefunden wurden.

„Quinto Elemento, Laboratorio de Investigación e Innovación Periodística“ ist eine von mexikanischen Journalist*innen gegründete Organisation, die aufwendige Rechercheprojekte finanziert. Das Projekt erhält finanzielle Unterstützung durch die Open Society Foundation des Multimilliardärs und Philanthropen George Soros.

CC BY-SA 4.0 Mexikos geheime Gräber von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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