Kolumbianische Stiftung mit Friedenspreis ausgezeichnet

Urkunde des Aachener Friedenspreises 1988 für Jutta Dahl. Foto: Wikipedia

(Berlin, 11. September 2018, poonal).- Seit 30 Jahren ehrt das Bündnis „Aachener Friedenspreis“ am 1. September Einzelpersonen und Initiativen, die sich von unten für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Diesmal wurde neben dem deutschen „Peng“-Kollektiv auch die kolumbianische soziale Stiftung „Concern Universal Colombia“ ausgezeichnet. In den 1990er Jahren haben die walisische Entwicklungshelferin Siobhan McGee und der kolumbianische Lehrer Jaime Bernal-González das Haus der Stiftung in der Kleinstadt Ibagué in der zentralkolumbianischen Provinz Tolima aufgebaut. Beide hatten sich in den 1980er Jahren in einem Projekt in der Stadt Guayabal kennengelernt. Die Kaffeebauregion war in den 1990er und 2000er Jahren besonders stark vom Bürgerkrieg betroffen. Concern Universal Colombia gibt Nachhilfeunterricht und Essen für mittellose Kinder, unterstützt werdende Mütter, Indigene und Senior*innen. In Zusammenarbeit mit der Provinzregierung führt die Stiftung politische Bildungsarbeit durch. Bernal-González erklärte, Ziel der Stiftung sei es, Bürgerkriegsflüchtlinge besser zu integrieren und die Aussöhnung verfeindeter Bevölkerungsgruppen zu fördern. Der Friedenspreis-Verein schreibt, die Stiftungsleiter*innen seien überzeugt, dass nur durch Gerechtigkeit tragfähiger Frieden auf allen Ebenen möglich sei und dieser gemeinsam mit den Menschen erreicht werden müsse. Das Projekt in Tolima werde mit großem Einsatz und Engagement von inzwischen fast 100 Mitarbeitenden begleitet.

„Concern Universal Columbia“ ist unter anderem Partnerorganisation des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Aachen. Dies ist wohl auch der Grund dafür, warum die Stiftung dem Aachener Friedenspreis-Verein überhaupt bekannt ist. Der Verein ist ein Bündnis aus etwa fünfzig gesellschaftlichen Gruppen und 350 Einzelpersonen und will mit der Preisvergabe von jeweils 2.000 Euro mehr Menschen zu zivilem Ungehorsam motivieren und zugleich zeigen, dass sich der Einsatz für den Frieden lohnt. Weitere lateinamerikanische Preisträger waren in der Vergangenheit die kolumbianische Friedensgemeinde San José de Apartadó, der peruanische Umweltschützer Marco Arana, die Menschenrechtsinitiative Copadeba aus der Dominikanischen Republik sowie die Pastors for Peace.

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