Vier Tote bei Punkkonzert

Doom live in Berlin 2011. Foto: Flickr/libertinus (CC BY-SA 2.0) (Berlin, 28. April 2015, poonal).- Die Britische Anarcho-Band Doom existiert seit 1987 und ist in der Crust-Punk-Szene international bekannt, nicht zuletzt durch ihren Song „Police Bastard“. Am 16. April spielten sie zum ersten Mal in Chile, in der Hauptstadt Santiago. Doch bereits kurz nach Beginn ihres Auftritts stürmten Dutzende Menschen den Club Santa Filomena im Zentrum. Die Folge: Ein Gitter gab nach, viele Menschen stürzten und begruben andere unter sich. Bei dem Unglück starben vier junge Männer zwischen 17 und 25 Jahren; mindestens vier weitere wurden lebensgefährlich verletzt.

Nach dem Unglück wurde das Konzert abgebrochen und 200 Menschen aus dem Saal evakuiert; der Clubmanager festgenommen und der Laden vorübergehend geschlossen. Die Bandmitglieder wurden in ein Hotel gebracht; erst dort erfuhren sie von dem Ausmaß der Katastrophe.

Erste Meldungen, wonach das Konzert überfüllt gewesen sein soll, scheinen sich nicht bestätigt zu haben. Eine Überlebende hat berichtet, dass der Club bereits mehrfach von Leuten gestürmt worden war, die so den Eintritt sparen wollten, der diesmal bei umgerechnet 22 Euro lag.

Doom spielten danach noch drei Konzerte in Brasilien, danach kehrten sie nach England zurück. In Erklärungen zeigten sie sich „schockiert“ von den Ereignissen und bezeichneten die Leute, die das Konzert gestürmt hatten als „Idioten“ und „Feinde des Punk“. Doom sprachen ihr Beileid für die Angehörigen und Freunde der Opfer aus und kündigten an, bald ein Benefizkonzert für die Opfer spielen zu wollen.

CC BY-SA 4.0 Vier Tote bei Punkkonzert von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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