ONIC


Minga
Kolumbien

Massive Proteste der Indigenen in Kolumbien

Über 100.000 Indigene in 15 Departments von Kolumbien sind auf die Straße gegangen, um die Umsetzung des Ethnischen Kapitels im Friedensvertrag einzufordern und um gegen die Ermordung ihrer Anführer*innen zu protestieren. […]


Kolumbien

Indigener Anführer in Popayán ermordet

(Lima, 4. März 2016, servindi).- Am 2. März wurde der Anführer der indigenen Gruppe Yanacona am Río Blanco, William Alexander Oimé Alarcón, ermordet. Er starb in Popayán, der Hauptstadt des südkolumbianischen Departments Cauca, durch drei Schüsse. Der 43-jährige war im Cauca vor allem durch seinen Kampf gegen den informellen Bergbau bekannt, an dem Gruppen des Organisierten Verbrechens mitverdienen. Er war darüber hinaus Künstler und Produzent audiovisueller Medien. […]


kolumbien efrain jaramillo. Foto: Noticias Aliadas
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Interview: „Ein Friedensabkommen macht Entwaffnete nicht zu Engeln“

von Orsetta Bellani (Lima, 31. August 2015, noticias aliadas).- Der kolumbianische Anthropologe Efraín Jaramillo Jaramillo hat vier Jahrzehnte lang indigene, afrokolumbianische und Kleinbauerngemeinden bei dem Kampf um den Schutz ihrer Territorien und Kulturen begleitet. Er ist Direktor des Arbeitskollektivs Jenzera, einer interdisziplinären und interethnischen Gruppe, die 1998 gegründet wurde. Den Namen Jenzera, der in der Emberá-Sprache „Ameise“ bedeutet, erhielt die Gruppe von Kimy Pernía, einem indigenen Anführer der Emberá Katío, der 2001 von Paramilitärs getötet wurde. […]


kolumbien pressekonferenz onic. Foto: Servindi
Kolumbien

„Wir sind nicht bewaffnet, sondern friedlich“

(Lima, 28. Februar 2015, servindi).- Seit November 2014 schon führen die indigenen Gemeinden im Norden der kolumbianischen Provinz Cauca Aktionen durch, um ihr Land zurück zu erlangen, das sich momentan noch im Besitz einer Zuckerfirma befindet. Als eine Konsequenz sehen sie sich einer überzogenen Medienkampagne ausgesetzt, in der ihre Aktionen verfälscht dargestellt werden. Am 28. Februar führten mehrere indigene Organisationen daher eine Pressekonferenz durch, in der sie ihre Ansichten und Standpunkte darlegten. […]


Die FARC in Kolumbien. Foto: Servindi/El Universal
Kolumbien

Indigene fordern von den FARC ein Ende der Gewalt

(Lima, 20. Mai 2013, servindi).- Indigene Organisationen aus der kolumbianischen Provinz Cauca haben erneut einen offenen Brief an den Anführer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, Timoléon Jiménez, geschrieben. Darin betonen sie erneut ihren Wunsch, in einen direkten Dialog mit der Guerillaorganisation zu treten, um in Frieden leben zu können.   […]


Reinaldo Domico. Foto: Servindi
Kolumbien

Embera trauern um Reinaldo Domicó

(Lima, 01. Januar 2013, servindi).- Nach dem westlichen Kalender hat das neue Jahr 2013 begonnen, doch an der düsteren Realität für die kolumbianischen Indigenen hat sich nichts geändert. Am 1. Januar um 12.30 wurde Reinaldo Domicó ermordet, während er zuhause das neue Jahr mit Freund*innen und seiner Familie feierte. Domicó war ein Anführer des Embera-Volkes. Der Mörder war von hinten in das Haus in der Gemeinde Dabeiba (Provinz Antioquia) gelangt. Er griff Domicó an, als dieser ins Haus hineinging, um die Musik zu wechseln. Er schoss viermal von hinten und traf ihn in den Kopf, Hals und Rücken. Danach flüchtete er auf einem Motorrad, das zehn Meter vom Haus entfernt stand. […]


onic. Foto: Telesur
Kolumbien

Indigene fordern Teilnahme an Friedensverhandlungen

(Venezuela, 30. August 2012, telesur).- Am Mittwoch, 29. August haben die kolumbianischen Indigenen Völker einen Platz in den Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) gefordert. Das teilte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos mit. […]


guardia indigena. Foto: Susan Abad
Kolumbien

“Wir sind eine friedliche Armee”

von Susan Abad (Lima, 01. Dezember 2011, noticias aliadas).- Lediglich mit einem Stock bewaffnet, der mit bunten Bändern verziert ist, verteidigt die Guardia Indígena ihr Territorium, ihre Autonomie und ihren Lebensunterhalt. Mindestens 35 indigene Gruppen sind in Kolumbien vom Verschwinden bedroht: aufgrund der andauernden Konflikte um die Frage des Landbesitzes, der Profitgier der Großgrundbesitzer, Unternehmen und multinationaler Konzerne – und der Strategien der Landkontrolle illegaler Gruppen im Kontext des bewaffneten Konfliktes, den Kolumbien nun seit mehr als 40 Jahren erlebt. […]


ONIC-logo
Kolumbien

52 Jahre Haft für Mörder der Awá-Indígenas

(Lima, 10. November 2010, noticias aliadas).- Ein Strafgericht hat in der Hafenstadt Tumaco, im südwestlichen kolumbianischen Bundesstaat Nariño, drei Mitglieder einer kriminellen Bande zu jeweils 52 Jahren Haft verurteilt. Die Richter befanden die Angeklagten für schuldig, im August 2009 zwölf Angehörige einer indigenen Gemeinde im Bezirk La Guayacana, nahe der Grenze zu Ecuador, ermordet zu haben. […]


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Kolumbien

2010: bisher 90 Morde an Indígenas

(Fortaleza, 18. Oktober 2010, adital).- Der landesweite Dachverband kolumbianischer Indígenaorganisationen ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia) teilte mit, dass im Jahr 2010 bisher 90 Indígenas in Kolumbien ermordet worden seien. Die Opfer seien überwiegend Angehörige der Nasa aus dem Departement Cauca sowie der Wayúu aus dem Departement La Guajira. […]


Kolumbien

Weitere zwölf Awá ermordet – Amnesty International fordert Schutz für Indigene

(Buenos Aires, 02. September 2009, púlsar).- Im Morgengrauen des 26. August wurden zwölf Indigene der Awá von bewaffneten Männern in Uniformen der kolumbianischen Armee getötet. Die fünf Erwachsenen und sieben Kinder wurden im Schlaf überrascht. Das Massaker fand in dem indigenen Schutzort Gran Rosario in der Gemeinde Tumaco statt. Tumaco liegt in der südkolumbianischen Provinz Nariño, die wegen der dem Drogenhandel zugeschriebenen Verbrechen als hochgefährlich gilt. Laut dem Vorsitzenden des Dachverbandes der Indigenen in Kolumbien ONIC (Organización General Indígena de Colombia), Luís Evelio Andrade, operieren dort Guerilleros, Paramilitärs und die Armee. […]


Kolumbien

Massaker der FARC an Awá-Indigenas

(Berlin, 17. Februar 2009, npl).- Die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask, Fachstelle Frieden und Menschenrechte, hat am 12. Februar bekannt gegeben, dass die kolumbianische indigene Organisation UNIPA und die nationale Indigenenorganisation ONIC die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC am 10. Februar beschuldigt haben, für ein Massaker an den Awá im indigenen Schutzgebiet Resguardos El Sande verantwortlich zu sein. Bei einem Überfall auf die Indígenas seien mindestens 17 Awá getötet worden, darunter auch Kinder. […]