Honduras

Morddrohungen gegen Radiojournalisten


(Guatemala-Stadt, 24. Mai 2010, cerigua).- Rafael Arturo Rendón, der Sohn des Eigentümers der Radiostation „Die Stimme des Westens“ in Santa Rosa de Copán, im Westen von Honduras sowie der Chefredakteur der Nachrichtensendung „Sucesos“, Manuel Gavarrete, sind Opfer von Morddrohungen geworden. Das honduranische Kommittee für Meinungsfreiheit C-Libre (Comité por la Libre Expresión de Honduras) berichtete von anhaltenden Drohanrufen beim Sender und auf den Mobilfunktelefonen der Betroffenen.

Nach Angaben des Internationalen Netzwerks für Meinungsfreiheit IFEX (Red de Intercambio Internacional por la Libertad de Expresión) hat Arturo Rendón, der Besitzer des Radios, bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt. Dabei geht es um Morddrohungen vom April dieses Jahr.

Die letzte Drohung erhielten die beiden jedoch während der Ausstrahlung einer Nachrichtensendung am 17. Mai. Grund für die Drohungen sei gewesen, dass in der Sendung über das alarmierende Ausmaß von Gewalttaten berichtet worden ist, die seit dem Staatsstreich vom 28. Juni 2009 verübt worden sind und in die staatliche Organe und Institutionen, die mit den Putschist*innen verbunden sind, verwickelt sein sollen. Mehr als sechs Journalisten und zahlreiche Aktivist*innen des honduranischen Widerstands sind bei den Gewaltakten gestorben (vgl. poonal 888 und 890).

Zudem hätten Unbekannte zwischen dem 12. und dem 16. April 2010 in den frühen Morgenstunden nahe der Radiostation und vor seinem Haus mit großkalibrigen Waffen geschossen, so Rendón. Nach Ansicht des Journalisten sollen diese Drohungen der Einschüchterung dienen. Weil die Behörden nicht reagieren, habe er sich gezwungen gesehen, die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

Die letzte Drohung an Gavarrete betraf seine Frau. Um den Journalisten mundtot zu machen habe man seiner Frau gedroht, ihr und den Kindern den Garaus zu machen. Der Besitzer des Radiosenders, Arturo Rendón forderte die Staatsanwaltschaft auf, eine Untersuchung einzuleiten und die Verantwortlichen der Morddrohungen zu finden. Gleichzeitig verlangte er präventive Schutzmaßnahmen für alle Bedrohten.

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