Panama

Erste Metro Mittelamerikas eingeweiht


Metro Panama-Stadt / Foto: gil 2594, CC BY-NC-SA 2.0, flickr(Venezuela, 05. April 2014, telesur-poonal).- Die Züge werden in 23 Minuten eine Strecke von beinahe 14 Kilometern zurücklegen. Auf der Strecke, die den bevölkerungsreichen Bezirk San Miguelito nahe der panamaischen Hauptstadt mit dem Busterminal in Albrook verbinden wird, liegen 13 Stationen, die sich teilweise unter der Erde befinden und teilweise oberirdisch gelegen sind.

 

Linie 1 ist 14 Kilometer lang

Panamas Präsident Ricardo Martinelli weihte am vergangenen 5. April (Ortszeit) die Metro von Panama-Stadt ein, die die erste ihrer Art in Mittelamerika ist. Das mit französischen Zügen ausgestattete System ist darauf ausgerichtet, die chaotischen Verkehrsverhältnisse in der Panama hat seit Anfang April eine Metro / Foto: gil 2594, CC BY-NC-SA 2.0 flickrpanamaischen Hauptstadt Einhalt zu gebieten.

“Das Werk ist nun bereit”, erklärte Präsident Martinelli, bevor er mit Teilen seines Kabinetts die Jungfernfahrt der Metro begleitete. “Dieser Bau, der in 38 Monaten fertig gestellt wurde, ist für mich eine große Freude. Und ich möchte allen Arbeitern in Panama, allen Vertragspartnern danken, die den Zeitrahmen perfekt eingehalten haben”, ergänzte das Staatsoberhaupt.

Zudem appellierte Martinelli an die Passagiere: “Ich möchte alle bitten, dass wir auf die Metro aufpassen, sie pfleglich behandeln, sie nicht zerkratzen, denn dieses Projekt ist für das panamaische Volk”, sagte Martinelli weiter.

Bis zu 15.000 Passagiere pro Stunde

Die aus drei Waggons bestehenden Züge werden in 23 Minuten eine Strecke von beinahe 14 Kilometern zurücklegen. Auf der Strecke, die den bevölkerungsreichen Bezirk San Miguelito nahe der panamaischen Hauptstadt mit dem Busterminal in Albrook verbinden wird, liegen 13 Stationen, die sich teilweise unter der Erde befinden und teilweise oberirdisch gelegen sind. Werktags ist die Metro zwischen 5 und 22 Uhr in Betrieb und soll pro Stunde bis zu 15.000 Passagiere aufnehmen können.

Die Kosten für die Arbeiten beliefen sich auf 1,8 Mrd. US-Dollar. Umgesetzt wurde das Vorhaben von eine Konsortium, dem das brasilianische Unternehmen Odebrecht und die spanische Firma Fomento de Construcciones y Contratas (FCC) angehören, während das französische Unternehmen Alstom die Züge herstellte.

Metro für den Wahlkampf

Hochbahnstation im Bau / Foto: gil 2594, CC BY-NC-SA 2.0, flickrPräsidialamtsminister Roberto Henríquez, versicherte, dass der Fahrpreis einen Dollar nicht übersteigen würde.

Im ersten Monat soll die Fahrt allerdings kostenlos sein, was von Oppositionskräften als reine Wahlwerbung gebrandmarkt wurde, da in Panama am kommenden 4. Mai die Parlamentswahlen anstehen.

Schätzungen gehen davon aus, dass in Zukunft täglich etwa 1,5 Millionen Personen die Metro in Anspruch nehmen könnten, da bis zum Jahr 2035 bis zu 4 Linien geplant sind. Eine davon soll den Panama-Kanal überqueren.

CC BY-SA 4.0 Erste Metro Mittelamerikas eingeweiht von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Stürmische Zeiten Hier braute sich auch was zusammen - in der Laguna de Tacarigua, Barlovento, in Venezuela / Foto: barloventomagico, cc-by-nc-nd-2-0 (Montevideo, 7. August 2017, la diaria).- Sowohl das Regierungslager als auch die venezolanische Opposition haben sich zu den Geschehnissen der letzten Tage in diesem Land geäußert. Die Ereignisse reichen von einer angeblichen Militärrevolte bis zur Absetzung der Generalstaatsanwältin Luisa Ortega durch den Verfassunggebende Versammlung und b...
Verhafteter Ex-Präsident Martinelli will auf Kaution frei Ricardo Martinelli noch in seiner Eigenschaft als Präsident Panamas 2014 in der Dominikanischen Republik / Foto: Presidencia RD, cc-by-nc-nd-2.0 (Lima/Berlin, 25. Juli 2017, noticias aliadas-poonal).- Der in Miami festgenommene panamaische Ex-Präsident Ricardo Martinelli (2009-2014) hat einen Habeas Corpus beim Obersten US-Gerichtshof eingereicht. Er sehe seine Rechte verletzt, da ihm eine Freilassung auf Kaution verwehrt wurde, berichtet der Miami Herold. Am 3. August so...
Regierung in Paraguay wegen Verfassungsreform weiter unter Druck Von Leon Kaschel Protestierende in Paraguay gedenken des getöteten ParteimitgliedsFoto: resumenlatinoamerican.org/amerika21 (10. April 2017, amerika21.de).- Der Tod eines jungen Oppositionellen bei den Protesten gegen eine Verfassungsreform in Paraguay Ende vorletzter Woche hat die Regierung in eine schwere politische Krise gestürzt. Auch in der vergangenen Woche versammelten sich wieder Menschen vor dem Kongress in der Hauptstadt Asunción, um gegen das Vorhaben zu p...
Auseinandersetzungen und Attentate beenden den Wahlkampf Zusammenstöße zwischen Polizei und Angehörigen aus Ayotzinapa In Guerrero kam es ebenfalls am Mittwoch auf der Straße zwischen Tixtla und Chilpancingo zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Angehörigen und Unterstützer*innen der vermissten Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa. Die etwa 120 Angehörigen hatten versucht, an einer Protestaktion in der Landeshauptstadt Chilpancingo gegen die Wahlen teilzunehmen. Als ihnen Einheiten der Bundes- und Landespolizei den Weg versperrten...
Abkehr vom Wahlversprechen – Rousseffs Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik „Wunschkandidat des Marktes“ ist neuer Wirtschaftsminister Keine guten Zeiten für WirtschaftskommentatorInnen, die in der rechten Mainstreampresse seit Jahren den ökonomischen Niedergang Brasiliens predigen. Unisono verteufelten sie die Politik von Präsidentin Dilma Rousseff und waren fassungslos, als das Wahlvolk im Oktober nicht ihnen glaubte, sondern Rousseff eine zweite Amtszeit bescherten. Die Hetzte gegen „zuviel Staat in der Wirtschaft“ ging am Tag nach der Wahl unverä...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.