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Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko auf Beobachtungsmission


Deutsche Menschenrechtskommission Mexiko

Deutsche Menschenrechtskommission Mexiko / Logo (Ausschnitt)

(Mexiko-Stadt, 08. April 2017, poonal).- In der zweiten Märzhälfte bereiste eine Beobachter*innendelegation des 15 Organisationen umfassenden Netzwerks „Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko“ das Land, um sich in zahlreichen Gesprächen einen Überblick über die aktuelle Menschenrechtslage zu verschaffen. Zum Abschluss des Besuches wies Carola Hausotter, die Koordinatorin des Netzwerks, auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt darauf hin, dass der mexikanische Staat so gut wie alle internationalen Menschenrechtsvereinbarungen und -Verträge unterschrieben und ratifiziert habe. „Aber es ist nicht zu beobachten, dass er sie umgesetzt hat“.

Für das Netzwerk drückte sie die „enorme Besorgnis“ über permanente und generalisierte Menschenrechtsverletzungen im Land sowie Bestrebungen mexikanischer Autoritäten aus, sozialen Bewegungen und sozialen Protesten mit „raffinierten“ Kriminalisierungsformen zu begegnen.

Einsatz für Freilassung von Damián Gallardo und Enríque Guerrero

Konkret setzte sich die Beobachtermission zudem für die Freilassung der beiden im Mai 2013 verhafteten Menschenrechtsverteidiger Damián Gallardo und Enríque Guerrero ein. In diesem Sinne hatte sich bereits 2014 die UNO-Arbeitsgruppe zu willkürliche Verhaftungen geäußert. Beide Männer sitzen in einem Hochsicherheitsgefängnis im Bundesstaat Jalisco ein und sind übereinstimmenden Berichten nach häufigen Schikanen ausgesetzt. Nachdem die Gefängnisbehörden die Missions-Mitglieder 7 Stunden warten ließ, konnten diese am 27. März mit den Gefangenen sprechen.

Dem deutschen Netzwerk gehören unter anderen amnesty international sowie die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor an.

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